Niederschrift der Sitzung des Sprecherrates am Freitag, den 9. September 2016, Gedenkstätte KZ Osthofen

10:20 bis 13:00 Uhr

 

Anwesende (x) entschuldigt (e):

x

Dieter Burgard, Vorsitzender

x

Christof Pies

x

Joachim Hennig, Joachim, stellv. Vors.

x

Dr. Franz-Josef Ratter

e

Hans-Eberhard Berkemann

x

Renate Rosenau

x

Ramona Dehoff

 

Dr. Tina Schwenk ausgeschieden

x

Eberhard Dittus

x

für LpB: Uwe Bader

x

Johannes Graßl

 

 

 

Beschlüsse / Aufträge

TOP

Thema

Auftrag

3

Fonds

Dehoff

4

LAG-Flyer

Grassl, Dr Ratter

7

Jüd Friedhöfe

Rosenau, Pies

11.1

Fahrt Südfrankreich, Gedenkstätten

Burgard

11.2

Bundesgedenkstättenkonferenz:

Dittus, Dr Ratter: Programm an alle mailen

11.5

Grabstätte Bürckel Neustadt

Burgard und Dittus

 

 

 

 

Datum

Veranstaltung

Teilnahme

29.10. - 1.11.

Studienfahrt Gedenkstätten Südfrankreich

LAG

11.-13. Nov.

Pfalzklinikum Klingenmünster: „Der regionalvernetzte Krankenmord. Die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster/Pfalz in Verbindung mit Baden, Bayern, Elsass und Lothringen“

Rosenau,

für alle Interessenten offen

26. Nov. 2017

40. LpB-Infoseminar und LAG-Mitgliederversammlung Wittlich

LAG

7./8. Dezember

Bundesgedenkstättenkonferenz Köln

Burgard, Dittus,

Dr Ratter

12. Jan. 2017

nächste Sitzung des Sprecherrats in Mainz,

10 Uhr

Sprecherrat

11. März 2017

LAG Tagung mit ITS Bad Arolsen

in Ludwigshafen, 11- 16 h

LAG

10. Juni 2017

41. LpB-Info-Tagung Cochem

LAG

 

T0P 1   
Begrüßung, Anwesenheit, Tagesordnung.
Die Niederschrift vom 14.Juli 2016 wurde per Mail verteilt, keine Einwendungen.

TOP 2
Synagoge Deidesheim
Dr. Ratter berichtet über den Brand des Nachbarhauses, der auf die Synagoge übergriff und den Dachstuhl zerstörte. Gegenwärtig laufen Sicherungsmaßnahmen. Die Brandursache ist noch unklar, aber ein terroristischer Hintergrund wird ausgeschlossen. Die Instandsetzung des
der Stadt Deidesheim gehörenden Gebäudes wird einige Zeit dauern, in der Zwischenzeit werden Veranstaltungen ausgelagert, u.a. in den Ratssaal.

TOP 3  
Fonds Erinnern und Gedenken
Abrechnungstermin zum Jahresschluss:
Herr Bader erläutert die haushaltsrechtliche Lage. Das LAG-Budget wird im Sachtitel der LpB geführt. Der "Einnahmetitel", auf den verschiedene Zahlungen eingehen, darf die LpB nur zurückgreifen, wenn der Sachtitel, d.h. auch das Budget der LAG, ausgeschöpft ist. Damit der Einnahmetitel vor dem Ausgabenschluss ausgeschöpft werden kann, wird die LAG gebeten, ihr Budget möglichst frühzeitig auszugeben. Bei Übertragung in das folgende Jahr gibt es einen 25%igen Abschlag.
Beschluss: Bei den künftigen Bewilligungsbescheiden wird mitgeteilt, dass die Abrechnung der geförderten Maßnahme jeweils bis zum 15. November erfolgen muss. Nach dem 15.11. verausgabt die LpB, sofern noch LAG-Mittel vorhanden sind, diese für Maßnahmen der LpB. Der am 16.11. noch bestehende Restbetrag wird der LAG für 2017 gut geschrieben.

Bewilligung von Fördermitteln im online-Verfahren
Dies Verfahren soll nicht generell, sondern nur in Ausnahmefällen angewendet werden, wenn z.B. bei Termindruck oder wenn eine Sprecherratssitzung erst nach der beantragten Fördermaßnahme stattfindet und keine andere Möglichkeit besteht.(von weiterer Mitteilung wird abgesehen)

TOP 4  
LAG-Flyer, Überarbeitung
Die Vorlage von J. Grassl und Dr. Ratter wird beraten und ergänzt:
- LAG-Mitgliederliste: Kontaktdaten als Homepage, in Einzelfällen bei Zustimmung der Betroffenen auch die e-Mail-Anschrift.
- Einführungstext: Abstimmen auf den Text in der LAG-Homepage.
Beschluss: Überarbeitung zur nächsten Sitzung (Grassl, Dr. Ratter)

TOP 5  
Europäischer Tag der jüdischen Kultur, Jahresthema "Jüdische Sprachen":
Berichte werden z.K. genommen.

TOP 6    
KZ-AL Kochem (März bis Herbst 1944)
Herr Pringnitz bereitet für Oktober 2016 eine Veröffentlichung zur NS-Zeit im Bereich Cochem vor, darunter 200 S. zum KZ-AL Kochem (Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof).
Die Gedenkstätte KZ Natzweiler hat den Antrag auf Anerkennung als Europäisches Kulturerbe gestellt, dabei sollen alle Außenlager, allein 11 in Baden-Württemberg, einbezogen werden.
Beraten wird, wie das Projekt unterstützt werden kann. Herr Bader berichtet, dass die Landeszentrale bereit ist, zu einem runden Tisch einzuladen. Möglich wäre eine erste Runde noch im Dezember.
Die Reichsburg Cochem, vom NS-Reichsjustizministerium 1943 angekauft, diente als Tagungsstätte der NS-Jusitz.

In diesem Zusammenhang berichtet Herr Bader.
- Die 41. Info-Tagung wird am Samstag, den 10. Juni 2017 in Cochem stattfinden.
- Wie in Cochem wurde auch in Urbès /südliche Vogesen, Region Elsass, in dem angefangenen aber gescheiterten Eisenbahntunnel durch die Vogesen 1944 ein Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof für 2000 Zwangsarbeiter betrieben, dies zur Fertigung von Flugzeugmotoren für Daimler Benz. Eine Gedenkstätte wird am 10. September eingeweiht.
Auch in Dernau/Marienthal (ehemaliges KZ-Außenlager „Rebstock“) entsteht eine kleine Gedenkstätte. Für 2018 wird eine Begegnung von Jugendlichen überlegt, die an der Aufarbeitung von Urbès, Rebstock und Kochem mitgewirkt haben.  

TOP 7
Jüdische Friedhöfe:
1. Auswertung Synopse: in Arbeit. Sie soll wie in der letzten Sitzung beschlossen kopiert und zur Stellungnahme verteilt werden: GDKE, Landesverband der Jüd. Gemeinden, ADD.
Außerdem sollen die LAG-Mitglieder Auszüge aus der Synopse über die jüdischen Friedhöfe ihrer Region mit der Bitte um Überprüfung erhalten. (Mitgliederversammlung)

2. Christof Pies hat "Hinweise zur Pflege der (verwaisten) jüdischen Friedhöfe" erarbeitet und mit dem für die Friedhöfe der jüdischen Religionsgemeinde Koblenz zuständigen Herrn Zöphel abgestimmt. Herr Avadiev, Vorsitzender des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden, hat noch nicht geantwortet. (Mitgliederversammlung).
2. Christof Pies hat "Hinweise zur Pflege der (verwaisten) jüdischen Friedhöfe" mit Herrn Zöphel, dem zuständigen Mitarbeiter der Jüdischen Gemeinde Koblenz, am 27.7.2016 vor Ort in Kastellaun besprochen. Er hatte keinerlei Änderungswünsche.  Eine detaillierte Antwort des Landesverbandes steht jedoch noch aus. Deshalb sind diese Hinweise keine endgültigen Tipps, die man an ein Friedhofsamt oder Pfleger und Pflegerinnen weiterreichen sollte.

Herr Pies bittet um Zusendung von Korrekturen, damit der Sprecherrat endlich (!!) über eine gemeinsame Position verfügt. des LAG-Sprecherrates. (Mitgliederversammlung).

3. Roland Paul, bis zu seiner kürzlichen Pensionierung Leiter des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, wird demnächst  ein Zentrum für Jüdische Geschichte der Pfalz in Lambrecht (Pfalzakademie) einrichten. Damit besteht mit Laufersweiler eine zweite Institution für die jüdische Regionalgeschichte. Wie oben berichtet, hat das Institut für Geschichtliche Landeskunde, Universität Mainz, mit der Veröffentlichung einer Reihe zur jüdischen Geschichte begonnen. Möglicherweise entstehen damit Ansatzpunkte für eine flächendeckende Erforschung und Dokumentierung der jüdischen Geschichte in Rheinland-Pfalz, wie sie Dr. Heinemann für Hessen mit  der Kommission für die Geschichte des Judentums (Niederschrift vom 15. Juni 2015) dem Sprecherrat vorgestellt hatte.
Beschluss: Herr Paul wird zur nächsten Sitzung des Sprecherrates eingeladen.

4. Essingen: Herr Dittus teilt mit, dass die Pflegearbeiten in den beiden Teilen des Jüdischen Friedhofes angelaufen und teilweise abgeschlossen sind.

TOP  8:
LAG-Tagung mit dem International Tracing Service, Bad Arolsen:
Terminfestlegung mit Dr. Borggräfe:
Samstag, den 11. März 2017, Ludwigshafen, 11:00 bis 16:00 Uhr.


TOP 9:
40. Info-Tagung und LAG-Mitgliederverssammlung am Samstag, 26. Nov. 2016, Wittlich

Mitgliederversammlung:
- Bericht des Sprecherrates (Burgard), darin auch Dokumentation und Pflegehinweise zu den jüd. Friedhöfen,
- Nachwahl zum Sprecherrat (Nachfolge Frau Dr. Tina Schwenk). Herr Burgard wird mit der
  AG Frieden, Trier, Kontakt aufnehmen.
- Kurzvorstellung neuer Mitglieder (AG Albisheim).
Nach der Mitgliederversammlung Gang zur Synagoge und zum Emil Frank-Institut.

Mittagessen im Tagungshotel:
Beschluss: Die Kosten tragen LpB und LAG jeweils hälftig.

Transfer Bahnhof-Tagungshotel am Marktplatz:
Auf Einladung und Anmeldeformular soll dazu ein Hinweis erfolgen.


TOP 10:
Gedenktag 27. Januar 2017
Vorbereitungstagung im Landtag am 8. September, Bericht: Herr Hennig, Herr Bader
Die Tagung wurde von Herrn Hexemer mit Assistenz von Frau Cloos geleitet. Thema ist "Künstler und Kunst im Nationalsozialismus". Als Rednerin für die  Sondersitzung des Landtages am 27. Januar, 10:00 Uhr, wurde Lea Rosh gewonnen,  Fernsehjournalistin, Autorin und Publizistin, Initiatorin des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Thematisiert werden sollen verfolgte und verfemte Künstler aller Kunstrichtungen.
Am 26. Januar wird im Landtag die Wanderausstellung "Verbrannte Bücher"  des Förderkreises Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V. eröffnet.
Ein Beiprogramm des Landtags wurde nicht vorgestellt.
Die Meldungen der örtlichen /regionalen Veranstalter für die Landtagsbroschüre sollen bis zum 31. Oktober gemeldet werden.
Der Sprecherrat bedauert, dass die verfolgten Kunstschaffenden aus RLP nicht gezielt im Fokus stehen. Die Kultureinrichtungen des Landes sind nicht angeschrieben worden. Hintergrund sind die Landtagswahlen und die Konstituierung des Landtages Mitte Mai sowie die Neuorganisation und Anlaufen der Parlamentsarbeit. Zuständig ist nicht mehr der Ältestenrat, sondern der Landtagspräsident.

Nach Vorstellung des Sprecherrats sollten
- die Programmbroschüre sich landesweit öffnen,
- die Themen längerfristig geplant werden, um eine gute Vorbereitung zu ermöglichen, und     
  besondere Jahrestage berücksichtigen (2017 u.a. 75 Jahre Wannseekonferenz).
Die  Gedenkveranstaltung 2018 soll in Koblenz stattfinden.


TOP 11:
Verschiedenes
1. Fahrt zu Gedenkstätten in Südfrankreich 29. Oktober bis 1. November.
Es liegen ca. 9 Anmeldungen vor.  Die Flugtickets werden am Montag bestellt (Burgard).

2. Bundesgedenkstättenkonferenz 7./8. Dezember 2016 Köln. Angemeldet sind Dr Ratter und Herr Dittus. Das Programm soll an alle Mitglieder des Sprecherrats versandt werden. (Dittus, Dr. Ratter).

3. 11.-13. November 2016 Pfalzklinikum Klingenmünster: „Der regionalvernetzte Krankenmord. Die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster/Pfalz in Verbindung mit Baden, Bayern, Elsass und Lothringen“. Herbsttagung des Arbeitskreises zur Erforschung der NS-"Euthanasie" und Zwangssterilisation"
Das Programm wird in Kürze versandt. Für alle Interessenten offen.

4. 80 Jahre Internationale Brigaden - Ehrung der Spanienkämpfer aus der Region.
E-Mail-Mitteilung von Herrn Hennig. Die Landesvereinigung RLP der VVN-BdA hat an die Landtagsabgeordneten von Rheinland-Pfalz die Bitte gerichtet, anlässlich des 80. Jahrestages der Gründung der Internationalen Brigaden in Spanien, diejenigen Rheinland-Pfälzer zu ehren, die an der die an der Verteidigung der Republik gegen die Franco-Faschisten teilgenommen haben. Kenntnisnahme.

5. Grabstätte Gauleiter Josef Bürckel auf dem Friedhof der Stadt Neustadt
Mail-Nachrichten Dr Ratter im Sommer und Bericht Dittus
Nachdem die Liegezeit des 1944 verstorbenen Gauleiters Josef Bürckel abgelaufen war, hatte sich die Familie mit der Stadt verständigt, das Grab abzuräumen. Als dies erfolgt war, verlangte der Denkmalschutz die Wiederaufstellung. In einem Kompromiss erfolgte die Wiederaufstellung mit umgedrehtem Sockel, so dass die einzelnen Namen nicht zu lesen sind. Eine Informationstafel lehnte die Familie ab
Nach Auffassung des Sprecherrats sollte die Grabstätte nach der Wiederaufstellung nicht unkommentiert bleiben.
Beschluss:


1. Herr Burgard fragt nach der Begründung des Denkmalschutzes für die Wiederaufstellung bei der GDKE nach.
2. Der Sprecherrat wendet sich an den Oberbürgermeister. Briefentwurf: Dittus
                    
6. Nächste Sitzung des Sprecherrates am Donnerstag, den 12. Januar, 10:00 Uhr, in MAINZ.


Niederschrift:

Renate Rosenau

 


 

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