Mitgliederversammlung am 2. Dezember 2017 in der LpB-Medienpräsenz, Kurt-Esser-Haus, Koblenz

Dauer:  14.10 Uhr bis 15.55 Uhr

Teilnehmer/innen:         

23  stimmberechtigte Mitglieder, weitere 12 Mitglieder (Gastdelegierte),

9 Mitglieder des Sprecherrats:
Burgard, Hennig, Berkemann, Dittus, Graßl, Pies, Dr. Ratter, Rosenau, Dr. Winkler, und Uwe Bader LpB, sowie Gäste.

TOP 1:  Begrüßung durch den Vorsitzenden Dieter Burgard
Der Sprecherrat hat das "Praxishandbuch Historisches Lernen und Medienbildung im digitalen Zeitalter", herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, für alle Mitglieder beschafft, es liegt zur Mitnahme aus.

TOP 2:  Vorstellung neuer Mitglieder:
Von den drei neuen Mitgliedern ist anwesend:

Kulturverein Kürenz e.V, der von Dr. Thomas Schnitzler vorgestellt wird.
Dr. Schnitzler berichtet über die Stolperstein-Aktivitäten des Kulturvereins in Trier, über weitere Forschungsvorhaben und Projekte sowie über die Öffentlichkeitsarbeit des Kulturvereins.

Die beiden anderen neuen Mitglieder
- Jüdische Kultusgemeinde Trier K.d.ö.R.
- IGL Institut für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz
sind für die heutige Teilnahme entschuldigt.

Die Universität Trier, die den Antrag auf Aufnahme gestellt hat, präsentiert sich mit zwei Projekten:
- Projekt Gestapo Trier: Dr Thomas Grotum stellt das Ergebnis des Projektes  "Gestapo Trier - Beiträge zur Geschichte einer regionalen Verfolgungsbehörde" vor. Die Veröffentlichung (Herausgeber Thomas Grotum, Kö), die jetzt vorliegt, lag auch zur Mitnahme aus (Köln 2018) aus.

- Projekt zur digitalisierten Landkarte von Erinnerungsorten der Region stellte Dr. Jürgen Michael Schulz vor.

TOP 3: Austausch der Mitgliedsorganisationen

Moderation: Christoph Pies
1. Ludwigshafen setzt Stolpersteine:
Monika Kleinschnitger präsentiert neue Projekte, darunter
- ein Stadtteilprojekt zur Thematik building memories. Die erstmals in leerstehenden Ladenräumen in LU-Süd präsentierte Ausstellung über die 10-jährige Arbeit zu Stolpersteinen in LU sowie eine Reihe von Veranstaltungen zogen mehrere Hundert Interessierte aus den weiteren Nachbarschaft an. Das Projekt soll in weiteren Stadtteilen fortgesetzt werden;
- einen Stolpersteine-Stadtplan für LU im Faltformat eines Stolpersteins (lag zur Mitnahme aus), und erstellt von einem Auszubildenden (Geomatiker, früher: Kartograph) der Stadt Ludwigshafen, in dem die Stolpersteine eingetragen und kurz erläutert sind.
Frau Kleinschnitger wies noch auf andere Projekte wie das digitale Gedenkbuch auf der Homepage ludwigshafen-setzt-stolpersteine.de sowie den Facebook-Auftritt des Vereins hin, auf der auch Veranstaltungen angekündigt und dokumentiert werden.

2. Förderverein Laufersweiler
Im Projekt "Hunsrücker Fluchtgeschichten" bearbeitet der Förderverein das Thema "Hunsrück als Armenhaus" im 19. Jahrhundert und die Geschicke der Auswanderer.
Durch Förderung, u.a. von der Evangelischen Landeskirche, war es erstmals möglich, eine Stelle ohne staatl. Förderung einzurichten. Eingestellt wurde eine Studentin, die an einer entsprechenden Masterarbeit arbeitet.
Der Förderverein arbeitet mit Aussiedlern aus der Sowjetunion und gegenwärtigen Migranten an der Heranführung an die Geschichte des Hunsrücks, ihrem neuen Lebensmittelpunkt.

3. Arbeitsgruppe NS-Psychiatrie in Alzey/Rheinhessen
Namensnennung der Opfer der NS-Krankenmorde: Frau Rosenau berichtet, dass das Direktorium der Rheinhessen-Fachklinik Alzey beabsichtigt, die Namen der  Opfer auf dem Mahnmal voll auszuschreiben. Bei der Erstellung des Mahnmals 2005 wurden die Familiennamen aus Datenschutzgründen auf den Anfangsbuchstaben abgekürzt. Frau Rosenau weist auf zwei neue Gedenkbücher für die Opfer der NS-"Euthanasie" in München und Hamburg hin. Im "Hamburger Gedenkbuch Euthanasie, die Toten 1939 - 1945, das gerade erschien, sind genannt:
Name, Vorname, Geburtsname, Geburtsdatum, Geburtsort,  
Deportationsdatum und -ziel, Todestag und Todesort.

Dr. Lilienthal weist in diesem Zusammenhang auf die Neuerscheinung hin:
Andreas Nachama, Uwe Neumärker (Hg.), Topographie des Terrors, Berlin:
Gedenken und Datenschutz. Die öffentliche Nennung der Namen von NS-Opfern  in Ausstellungen, Gedenkbüchern und Datenbanken.
Erschienen bei Hentrich & Hentrich, 2017 Berlin.

4. Gedenkinitiative Diez-Limburg: Dana Schlegelmilch berichtet über die Bemühungen um eine Gedenkstätte an der Stelle der ehemaligen, abgerissenen Synagoge, die jetzt durch ein größeres Straßenbauprojekt mit Tunnel überbaut wird. Die jahrelangen Bemühungen der Arbeitsgruppe um einen Erinnerungsort fanden erst jetzt Gehör, nachdem der Bürgerbeauftragte die Vertreter von Stadt und Kreis um ein Gespräch gebeten hatte. Aufgrund dieses Umdenkungsprozesses wird jetzt die Gestaltung einer Erinnerungsstätte möglich.

TOP 4  Rückblick des Sprecherrates auf die Zeit seit der letzten Mitgliederversammlung am 26. November 2016 in Wittlich

Seitdem traf sich der Sprecherrat zu fünf Sitzungen in Mainz, Osthofen, Ludwigshafen und Koblenz.                        
5 Sprecherratssitzungen in Mainz, Osthofen und Ludwigshafen, Koblenz
12. 01.2017,    31. 03.2017,    17.05. 2017,  17. 08. 2017,    19.10. 2017, dabei bearbeitete er die folgenden Themen:
Fonds, Homepage, Flyer, Archive
Außenlager von Natzweiler in Cochem &Region
Jüdische Friedhöfe (Gespräche mit der Generaldirektion kulturelles Erbe, der Aufischts- und Dienstleistungsdirektion Trier und dem Landesverband der jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz)
Kommission f. d. Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz  (Gespräch mit der Direktorin des Landeshauptarchivs Koblenz, Frau Dr. Andre),
Gestapogebäude /Grabmal Josef Bürckel, Neustadt
Internationaler Gedenktag 27. Januar
Landestagung Krankenmorde 31.1.-1.2.2018 Koblenz
bundesweite Gedenkstättenkonferenz

Weitere Arbeitstreffen:
23. Januar  KZ Außenlager Kochem  Gespräch in Cochem mit ca. 25 Personen
27. Januar: Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung;
10. Februar  Tagung zur Gründung der LAG Saarland, Saarbrücken
27. März Forum der LAGn, Berlin
7. Juni Fachgespräch Synagoge Diez
10. Juni 2017    41. Info-Tagung
Gespräche mit der General
9. November KZ Rebstock

Fachtagung
Samstag, 11. März 2017 LAG-Tagung im Stadtarchiv Ludwigshafen
mit 42 Teilnehmer/innen, organisiert von  "Ludwigshafen setzt Stolpersteine"
Thema:    Die Arbeit des ITS International Tracing Service Bad Arolsen.
Referent: Dr. Henning Borggräfe , Kommissarischer Leiter Abt. Forschung und Bildung und Leiter Referat Bibliothek des ITS.


Fonds Erinnern und Gedenken:

Bericht Dieter Burgard (Ramona Dehoff entschuldigt)

Zuschüsse aus dem Fonds „erinnern und gedenken“ der LAG Rheinland-Pfalz gingen an folgende Institutionen und Projekte

(Diese Position ist nicht öffentlich, bitte beim Sprecherrat erfragen)

Die Niederschriften des Sprecherrats werden zeitnah auf die LAG-Homepage eingestellt.
 
Die Mitgliederversammlung nimmt den Bericht zur Kenntnis.

Weitere Berichte aus dem Sprecherrat:
Jüdische Friedhöfe, Kommission f. d. Geschichte der Juden, Bericht Christof Pies.
Die Synopse über die ca. 400 jüdischen Friedhöfe in Rheinland-Pfalz, die der Sprecherrat erarbeitet hat,  und die die Verzeichnisse der Generaldirektion kulturelles Erbe (Denkmalschutz), der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier und Innenministerium (Betreuung und Pflege der jüd. Friedhöfe) mit einer in de 1990er Jahren erstellten Liste vergleicht, ergab erhebliche Abweichungen bei den Orten  und bei den Friedhofsflächen. Diese Ergebnisse wurden in mehreren Gesprächen mit der GDKE, der ADD und dem Landesverband der jüdischen Gemeinden beraten.
Mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden wurde vereinbart, dass die seitens der jüdischen Kultusgemeinen für die Friedhöfe zuständigen Personen zu einem Gespräch eingeladen werden, auf denen die Regeln für die Pflege der jüdischen Friedhöfe vereinbart werden. Dafür hatte Christof Pies mit einem Vertreter der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz einen Vorschlag erarbeitet und das Innenministerium erklärte sich bereit, für Druck und Verteilung zu sorgen.
Bisher hat keiner der Gesprächspartner auf die Gesprächszusagen reagiert.
Wegen der Nachfrage nach der Synopse von den LAG-Mitgliedern soll diese jetzt auf die Homepage der LAG eingestellt werden.
Der Sprecherrat dankt den LAG-Mitgliedern, die Herrn Pies und Frau Rosenau durch die Nennung von Veröffentlichungen zu den jüdischen Friedhöfen in ihrer Region zugearbeitet haben und bittet um weitere Unterstützung.

Das Problem liegt auch darin begründet, dass es in Rheinland-Pfalz keine zentrale Instanz für die Geschichte des Judentums gibt, wie etwa in Hessen die Kommission für die Geschichte des Judentums ins Hessen, angesiedelt am Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden.
Der Sprecherrat hat deswegen im Oktober mit der Leiterin des Landeshauptarchivs ein Gespräch geführt.  Das Landeshauptarchiv in den 1960-1980er Jahren eine unfangreiche Reihe zum Judentum in Rhenland-Pfalz veröffentlicht. Jetzt sieht sich das Landeshauptarchiv unter den gegebenen räumlichen und personellen Bedingungen nicht in der Lage, an diese Arbeit anzuknüpfen.
Der Sprecherrat wird als nächstes mit dem Institut für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz sprechen.

Nationalsozialistische Krankenmorde, Bericht Renate Rosenau
Die seit mehreren Jahren geplante Landestagung zu den nationalsozialistischen Krankenmorden und Zwangssterilisationen auf dem Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz soll am 31.Januar und 1. Februar 2018 in Koblenz stattfinden, Einladung und Programm wurden noch nicht verschickt. Ziel der Tagung ist die Darstellung der damaligen Entwicklungen in den damaligen zu Preußen, Hessen und Bayern gehörenden Landesteilen und ihrer unterschiedichen Versorgungsstruktur.

LAG-Homepage, Bericht Joachim Hennig
Chancen der Homepage werden durch die Mitglieder nicht ausreichend genutzt. Vermisst wird die  Meldung von Veranstaltungen und anderer für die LAG-Mitglieder weiterführender Informationen. Wichtig ist, dass die LAG präsent ist.


TOP 5  Ausblicke 2018

9. Juni 2018
43. Informationstagung der LpB in Cochem
Thema: Außenlager Kochem des KZ Natzweiler/Elsaß und Planungen zur Gestaltung als Erinnerungsort

2. Halbjahr 2018
Fachtagung zum Thema  Ritualen bei Gedenkfeiern. Gemeinsam mit der LpB und anderen Verbänden, ggfs. mit dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Beispiel: Fachtagung der LAG Schleswig-Holstein:
Schluss mit den Ritualen!? Erinnerungskulturen gestern, heute, morgen

TOP 5  Wahl des Sprecherrates der LAG 2017–2019

Wahl eines Wahlleiters/ einer Wahlleiterin:
Vorgeschlagen: Uwe Bader. Er nimmt die Wahl an.

Zif. 6 (1) der Richtlinien sieht drei Wahlgänge vor:
1. Wahl der/des Vorsitzenden,
2. Wahl der/des stellvertretenden Vorsitzenden,
3. Wahl der Beisitzer/-innen in drei Wahlgängen.
     
Gegen offene Wahl durch Handhebung gibt es keine Einwendungen.

1. Vorsitz:
Vorgeschlagen: Dieter Burgard, Vorsitzender, (Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V.).
Ohne Enthaltungen und Gegenstimmen gewählt. Er nimmt die Wahl an.

2. Stellvertretender Vorsitz:
Vorgeschlagen: Stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig (Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.),
Bei Enthaltung des Betroffenen ohne Gegenstimmen und weitere Enthaltungen gewählt. Er nimmt die Wahl an.

Beisitzer:
Nach Zif. 6 (1) der Richtlinie werden bis zu fünf Beisitzer gewählt, wobei die Mitglieder-  
versammlung über die Anzahl der zu wählenden weiteren Mitglieder des Sprecherrates ent- scheidet. Von der Mitgliederversammlung 2013 wurde die Anzahl der Beisitzer von sieben
auf acht erhöht.

Kandidaten: Hans Eberhard Berkemann kandidiert nach 16 Jahren nicht mehr.
Alle anderen Beisitzer haben sich zur Wiederwahl bereit erklärt.

Als Nachfolger von Herrn Berkemann für die Region Bad Kreuznach / Birkenfeld
hat sich Axel Redmer, Vorsitzender von Schalom Idar-Oberstein und ehemaliger Landrat, zur Wahl zum Beisitzer bereit erklärt, er kann an der heutigen Mitgliederversammlung nicht teilnehmen.

Der Wahl zum  Beisitzer/ zur Beisitzerin stellen sich folgende acht Kandidaten:
    Ramona Dehoff, Osthofen,
    Eberhard Dittus, Neustadt an der Weinstraße,
    Johannes Graßl, Ludwigshafen,
    Christof Pies, Kastellaun (Förderverein Laufersweiler)
    Dr. Franz-Josef Ratter, Deidesheim,
    Axel Redmer, Idar-Oberstein,
    Renate Rosenau, Alzey,
    Dr. Ulrike Winkler, Trier.
Keine weiteren Kandidaturen.

Als Wahlverfahren wird Blockwahl vorgeschlagen. Keine Einwendungen.

Wahlergebnis: Die Beisitzer werden ohne Enthaltungen und Gegenstimmen gewählt.
Annahme der Wahl: Der Vorsitzende wird Herrn Redmer fragen.
Alle anderen erklären die Annahme der Wahl.

Der Vorsitzende würdigt Hans-Eberhard Berkemanns jahrelange sachkundige und konstruktive Zusammenarbeit und dankt ihm im Namen des Sprecherrats für die freundschaftliche Zusammenarbeit. Die Mitgliederversammlung bedankt sich durch Akklamation.

TOP 6 Uhr Verschiedenes

Veranstaltungen zum 27. Januar 2018
Die Broschüre des Landtags, die auch die Mitgliedsorganisationen der LAG und einige Veranstaltungen von LAG-Mitgliedern enthält, erscheint Mitte Januar.
Einige Mitglieder weisen auf ihre Veranstaltungen hin.

   
Niederschrift:
für das Wahlprotokoll : Uwe Bader                                

für die anderen Teile der Mitgliederversammlung: Renate Rosenau

ltformat eines Stolpersteins (lag zur Mitnahme aus), und erstellt von einem Auszubildenden (Geomatiker, früher: Kartograph) der Stadt Ludwigshafen, in dem die Stolpersteine eingetragen und kurz erläutert sind.
Frau Kleinschnitger wies noch auf andere Projekte wie das digitale Gedenkbuch auf der Homepage ludwigshafen-setzt-stolpersteine.de sowie den Facebook-Auftritt des Vereins hin, auf der auch Veranstaltungen angekündigt und dokumentiert werden.

2. Förderverein Laufersweiler
Im Projekt "Hunsrücker Fluchtgeschichten" bearbeitet der Förderverein das Thema "Hunsrück als Armenhaus" im 19. Jahrhundert und die Geschicke der Auswanderer.
Durch Förderung, u.a. von der Evangelischen Landeskirche, war es erstmals möglich, eine Stelle ohne staatl. Förderung einzurichten. Eingestellt wurde eine Studentin, die an einer entsprechenden Masterarbeit arbeitet.
Der Förderverein arbeitet mit Aussiedlern aus der Sowjetunion und gegenwärtigen Migranten an der Heranführung an die Geschichte des Hunsrücks, ihrem neuen Lebensmittelpunkt.

3. Arbeitsgruppe NS-Psychiatrie in Alzey/Rheinhessen
Namensnennung der Opfer der NS-Krankenmorde: Frau Rosenau berichtet, dass das Direktorium der Rheinhessen-Fachklinik Alzey beabsichtigt, die Namen der  Opfer auf dem Mahnmal voll auszuschreiben. Bei der Erstellung des Mahnmals 2005 wurden die Familiennamen aus Datenschutzgründen auf den Anfangsbuchstaben abgekürzt. Frau Rosenau weist auf zwei neue Gedenkbücher für die Opfer der NS-"Euthanasie" in München und Hamburg hin. Im "Hamburger Gedenkbuch Euthanasie, die Toten 1939 - 1945, das gerade erschien, sind genannt:
Name, Vorname, Geburtsname, Geburtsdatum, Geburtsort,  
Deportationsdatum und -ziel, Todestag und Todesort.

Dr. Lilienthal weist in diesem Zusammenhang auf die Neuerscheinung hin:
Andreas Nachama, Uwe Neumärker (Hg.), Topographie des Terrors, Berlin:
Gedenken und Datenschutz. Die öffentliche Nennung der Namen von NS-Opfern  in Ausstellungen, Gedenkbüchern und Datenbanken.
Erschienen bei Hentrich & Hentrich, 2017 Berlin.

4. Gedenkinitiative Diez-Limburg: Dana Schlegelmilch berichtet über die Bemühungen um eine Gedenkstätte an der Stelle der ehemaligen, abgerissenen Synagoge, die jetzt durch ein größeres Straßenbauprojekt mit Tunnel überbaut wird. Die jahrelangen Bemühungen der Arbeitsgruppe um einen Erinnerungsort fanden erst jetzt Gehör, nachdem der Bürgerbeauftragte die Vertreter von Stadt und Kreis um ein Gespräch gebeten hatte. Aufgrund dieses Umdenkungsprozesses wird jetzt die Gestaltung einer Erinnerungsstätte möglich.

TOP 4  Rückblick des Sprecherrates auf die Zeit seit der letzten Mitgliederversammlung am 26. November 2016 in Wittlich

Seitdem traf sich der Sprecherrat zu fünf Sitzungen in Mainz, Osthofen, Ludwigshafen und Koblenz.                        
5 Sprecherratssitzungen in Mainz, Osthofen und Ludwigshafen, Koblenz
12. 01.2017,    31. 03.2017,    17.05. 2017,  17. 08. 2017,    19.10. 2017, dabei bearbeitete er die folgenden Themen:
Fonds, Homepage, Flyer, Archive
Außenlager von Natzweiler in Cochem &Region
Jüdische Friedhöfe (Gespräche mit der Generaldirektion kulturelles Erbe, der Aufischts- und Dienstleistungsdirektion Trier und dem Landesverband der jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz)
Kommission f. d. Geschichte der Juden in Rheinland-Pfalz  (Gespräch mit der Direktorin des Landeshauptarchivs Koblenz, Frau Dr. Andre),
Gestapogebäude /Grabmal Josef Bürckel, Neustadt
Internationaler Gedenktag 27. Januar
Landestagung Krankenmorde 31.1.-1.2.2018 Koblenz
bundesweite Gedenkstättenkonferenz

Weitere Arbeitstreffen:
23. Januar  KZ Außenlager Kochem  Gespräch in Cochem mit ca. 25 Personen
27. Januar: Gedenktag für die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung;
10. Februar  Tagung zur Gründung der LAG Saarland, Saarbrücken
27. März Forum der LAGn, Berlin
7. Juni Fachgespräch Synagoge Diez
10. Juni 2017    41. Info-Tagung
Gespräche mit der General
9. November KZ Rebstock

Fachtagung
Samstag, 11. März 2017 LAG-Tagung im Stadtarchiv Ludwigshafen
mit 42 Teilnehmer/innen, organisiert von  "Ludwigshafen setzt Stolpersteine"
Thema:    Die Arbeit des ITS International Tracing Service Bad Arolsen.
Referent: Dr. Henning Borggräfe , Kommissarischer Leiter Abt. Forschung und Bildung und Leiter Referat Bibliothek des ITS.


Fonds Erinnern und Gedenken:

Bericht Dieter Burgard (Ramona Dehoff entschuldigt)

Zuschüsse aus dem Fonds „erinnern und gedenken“ der LAG Rheinland-Pfalz gingen an folgende Institutionen und Projekte

(Diese Position ist nicht öffentlich, bitte beim Sprecherrat erfragen)

Die Niederschriften des Sprecherrats werden zeitnah auf die LAG-Homepage eingestellt.
 
Die Mitgliederversammlung nimmt den Bericht zur Kenntnis.

Weitere Berichte aus dem Sprecherrat:
Jüdische Friedhöfe, Kommission f. d. Geschichte der Juden, Bericht Christof Pies.
Die Synopse über die ca. 400 jüdischen Friedhöfe in Rheinland-Pfalz, die der Sprecherrat erarbeitet hat,  und die die Verzeichnisse der Generaldirektion kulturelles Erbe (Denkmalschutz), der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier und Innenministerium (Betreuung und Pflege der jüd. Friedhöfe) mit einer in de 1990er Jahren erstellten Liste vergleicht, ergab erhebliche Abweichungen bei den Orten  und bei den Friedhofsflächen. Diese Ergebnisse wurden in mehreren Gesprächen mit der GDKE, der ADD und dem Landesverband der jüdischen Gemeinden beraten.
Mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden wurde vereinbart, dass die seitens der jüdischen Kultusgemeinen für die Friedhöfe zuständigen Personen zu einem Gespräch eingeladen werden, auf denen die Regeln für die Pflege der jüdischen Friedhöfe vereinbart werden. Dafür hatte Christof Pies mit einem Vertreter der jüdischen Kultusgemeinde Koblenz einen Vorschlag erarbeitet und das Innenministerium erklärte sich bereit, für Druck und Verteilung zu sorgen.
Bisher hat keiner der Gesprächspartner auf die Gesprächszusagen reagiert.
Wegen der Nachfrage nach der Synopse von den LAG-Mitgliedern soll diese jetzt auf die Homepage der LAG eingestellt werden.
Der Sprecherrat dankt den LAG-Mitgliedern, die Herrn Pies und Frau Rosenau durch die Nennung von Veröffentlichungen zu den jüdischen Friedhöfen in ihrer Region zugearbeitet haben und bittet um weitere Unterstützung.

Das Problem liegt auch darin begründet, dass es in Rheinland-Pfalz keine zentrale Instanz für die Geschichte des Judentums gibt, wie etwa in Hessen die Kommission für die Geschichte des Judentums ins Hessen, angesiedelt am Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden.
Der Sprecherrat hat deswegen im Oktober mit der Leiterin des Landeshauptarchivs ein Gespräch geführt.  Das Landeshauptarchiv in den 1960-1980er Jahren eine unfangreiche Reihe zum Judentum in Rhenland-Pfalz veröffentlicht. Jetzt sieht sich das Landeshauptarchiv unter den gegebenen räumlichen und personellen Bedingungen nicht in der Lage, an diese Arbeit anzuknüpfen.
Der Sprecherrat wird als nächstes mit dem Institut für geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz sprechen.

Nationalsozialistische Krankenmorde, Bericht Renate Rosenau
Die seit mehreren Jahren geplante Landestagung zu den nationalsozialistischen Krankenmorden und Zwangssterilisationen auf dem Gebiet des heutigen Landes Rheinland-Pfalz soll am 31.Januar und 1. Februar 2018 in Koblenz stattfinden, Einladung und Programm wurden noch nicht verschickt. Ziel der Tagung ist die Darstellung der damaligen Entwicklungen in den damaligen zu Preußen, Hessen und Bayern gehörenden Landesteilen und ihrer unterschiedichen Versorgungsstruktur.

LAG-Homepage, Bericht Joachim Hennig
Chancen der Homepage werden durch die Mitglieder nicht ausreichend genutzt. Vermisst wird die  Meldung von Veranstaltungen und anderer für die LAG-Mitglieder weiterführender Informationen. Wichtig ist, dass die LAG präsent ist.


TOP 5  Ausblicke 2018

9. Juni 2018
43. Informationstagung der LpB in Cochem
Thema: Außenlager Kochem des KZ Natzweiler/Elsaß und Planungen zur Gestaltung als Erinnerungsort

2. Halbjahr 2018
Fachtagung zum Thema  Ritualen bei Gedenkfeiern. Gemeinsam mit der LpB und anderen Verbänden, ggfs. mit dem Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge.
Beispiel: Fachtagung der LAG Schleswig-Holstein:
Schluss mit den Ritualen!? Erinnerungskulturen gestern, heute, morgen

TOP 5  Wahl des Sprecherrates der LAG 2017–2019

Wahl eines Wahlleiters/ einer Wahlleiterin:
Vorgeschlagen: Uwe Bader. Er nimmt die Wahl an.

Zif. 6 (1) der Richtlinien sieht drei Wahlgänge vor:
1. Wahl der/des Vorsitzenden,
2. Wahl der/des stellvertretenden Vorsitzenden,
3. Wahl der Beisitzer/-innen in drei Wahlgängen.
     
Gegen offene Wahl durch Handhebung gibt es keine Einwendungen.

1. Vorsitz:
Vorgeschlagen: Dieter Burgard, Vorsitzender, (Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V.).
Ohne Enthaltungen und Gegenstimmen gewählt. Er nimmt die Wahl an.

2. Stellvertretender Vorsitz:
Vorgeschlagen: Stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig (Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.),
Bei Enthaltung des Betroffenen ohne Gegenstimmen und weitere Enthaltungen gewählt. Er nimmt die Wahl an.

Beisitzer:
Nach Zif. 6 (1) der Richtlinie werden bis zu fünf Beisitzer gewählt, wobei die Mitglieder-  
versammlung über die Anzahl der zu wählenden weiteren Mitglieder des Sprecherrates ent- scheidet. Von der Mitgliederversammlung 2013 wurde die Anzahl der Beisitzer von sieben
auf acht erhöht.

Kandidaten: Hans Eberhard Berkemann kandidiert nach 16 Jahren nicht mehr.
Alle anderen Beisitzer haben sich zur Wiederwahl bereit erklärt.

Als Nachfolger von Herrn Berkemann für die Region Bad Kreuznach / Birkenfeld
hat sich Axel Redmer, Vorsitzender von Schalom Idar-Oberstein und ehemaliger Landrat, zur Wahl zum Beisitzer bereit erklärt, er kann an der heutigen Mitgliederversammlung nicht teilnehmen.

Der Wahl zum  Beisitzer/ zur Beisitzerin stellen sich folgende acht Kandidaten:
    Ramona Dehoff, Osthofen,
    Eberhard Dittus, Neustadt an der Weinstraße,
    Johannes Graßl, Ludwigshafen,
    Christof Pies, Kastellaun (Förderverein Laufersweiler)
    Dr. Franz-Josef Ratter, Deidesheim,
    Axel Redmer, Idar-Oberstein,
    Renate Rosenau, Alzey,
    Dr. Ulrike Winkler, Trier.
Keine weiteren Kandidaturen.

Als Wahlverfahren wird Blockwahl vorgeschlagen. Keine Einwendungen.

Wahlergebnis: Die Beisitzer werden ohne Enthaltungen und Gegenstimmen gewählt.
Annahme der Wahl: Der Vorsitzende wird Herrn Redmer fragen.
Alle anderen erklären die Annahme der Wahl.

Der Vorsitzende würdigt Hans-Eberhard Berkemanns jahrelange sachkundige und konstruktive Zusammenarbeit und dankt ihm im Namen des Sprecherrats für die freundschaftliche Zusammenarbeit. Die Mitgliederversammlung bedankt sich durch Akklamation.

TOP 6 Uhr Verschiedenes

Veranstaltungen zum 27. Januar 2018
Die Broschüre des Landtags, die auch die Mitgliedsorganisationen der LAG und einige Veranstaltungen von LAG-Mitgliedern enthält, erscheint Mitte Januar.
Einige Mitglieder weisen auf ihre Veranstaltungen hin.

   
Niederschrift:
für das Wahlprotokoll : Uwe Bader                                

für die anderen Teile der Mitgliederversammlung: Renate Rosenau




 

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