Liebe LAG Mitglieder,

hier sende ich nun die Einladung zum " Tag der Prävention" des Innenministeriums am 29.08.2019 zu, der ganz im Zeichen des Themas " Antisemitismus erkennen und begegnen " steht.

Bis zum 21.08. sollten Sie sich über das Internet anmelden unter: https://s.rlp.de/veranstaltung01

Beste Grüße

Ihr

Dieter Burgard

Vors. des Sprecherrates der LAG

 

 

EINLADUNG
TAG DER PRÄVENTION
 

JÜDISCHES LEBEN IN RHEINLAND-PFALZ STÄRKEN -ANTISEMITISMUS ERKENNEN UND BEGEGNEN

29. AUGUST 2019, MAINZ
 

MINISTERIUM DES INNERN  UND FÜR SPORT
 

GRUSSWORT


Die Landesregierung widmet der Bekämpfung der politisch motivierten Kriminalität und des Extremismus in allen Ausprägungen ein besonderes Augenmerk. Als Ausfluss unserer historischen Verantwortung legen wir dabei einen besonderen Schwerpunkt auf den Schutz und die Sicherheit unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Auch wenn antijüdische Einstellungen in keiner Weise zu unserer freiheitlichen und toleranten Gesellschaft passen, zeigen sie immer wieder ihr hässliches Gesicht.

Die Übergriffe reichen von Hass und Hetze in den sogenannten „Sozialen Medien“ bis hin zu Angriffen auf die körperliche Integrität von Mitgliedern jüdischer Gemeinden in Deutschland.

Die Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden treten den Angriffen und der überwiegend rechtsextremistisch motivierten Agitation gegen Menschen jüdischen Glaubens
entschlossen entgegen. Vielfältige zivilgesellschaftliche Initiativen und Gruppen leisten einen wichtigen Beitrag mit ihrem Eintreten gegen Antisemitismus und für ein friedliches Miteinander.

Über die strafrechtliche Verfolgung der Täter hinaus gilt es, Antisemitismus und Rassismus keinen Raum zur Entfaltung zu lassen, sondern mit Entschlossenheit und Zivilcourage Ausgrenzung zu verhindern, wo und in welcher Form sie auch immer auftritt.


Ich bin daher dankbar, dass sich der Landespräventionstag 2019 dieser bedeutsamen Thematik widmet und lade alle Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer ein, sich gegen Judenfeindlichkeit zu engagieren und über Möglichkeiten der Mitwirkung zu informieren.

Ich freue mich auf Ihr Kommen.
Ihr
Roger Lewentz, MdL
Minister des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz

 

GRUSSWORT
Judenfeindliches Denken, Reden und Handeln sind auch in Rheinland-Pfalz ein aktuelles und ernstes Problem. Rheinland-Pfalz verzeichnet zwar im Bundesvergleich wenige dieser Straftaten (22 im Jahr 2017 und 32 im Jahr 2018), trotzdem sind es zu viele. Die meisten sind rechtsextrem motiviert.

Dazu kommen dutzende antisemitische Vorfälle, die in keine Statistik eingehen, da sie nicht zur Anzeige gebracht werden. Diesen Entwicklungen entgegenzuwirken und der jüdischen Gemeinschaft hier die Heimat zu bewahren,
der sie seit 1700 Jahren zugehört, ist eine bleibende Aufgabe für unsere demokratische Gesellschaft.

Seien wir aufmerksamer und sensibler, wenn Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens beleidigt, ja angegriffen werden.

Strafrechtliches Vorgehen und Bildung sind dabei Schlüssel für eine erfolgreiche Präventionsarbeit und den Kampf gegen Antisemitismus, der viele Gesichter hat. Antisemitismus zu erkennen, zu benennen und zu begegnen ist Aufgabe von uns allen, denn er ist eine Kampfansage an unsere Grundwerte, die dem Respekt für jeden einzelnen Menschen, die der Achtung und dem Schutz der Menschenwürde verpflichtet sind.

Der Einsatz gegen jede Form von Antisemitismus ist zugleich auch ein Einsatz für Religionsfreiheit und für eine stabile Demokratie, die nicht ausgrenzt, sondern integriert, die aber Antisemiten energisch entgegentritt. Es darf niemanden unberührt lassen, wenn Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens unter uns verunsichert leben müssen.

Rheinland-Pfalz hat eine traditionsreiche jüdische Geschichte.

Jüdische Kulturstätten und aktive jüdischen Gemeinden im Land zeigen klar: Jüdisches Leben und jüdische Kultur gehören zu Rheinland-Pfalz, auch in der Zukunft. Das müssen der Staat und die Zivilgesellschaft garantieren.

Wer Antisemiten einen öffentlichen Raum, eine Plattform bietet, macht sich mitschuldig.

Wir alle haben unser Stück Verantwortung für das, was aus dem jüdischen Leben in Deutschland wird.

Innenminister Roger Lewentz und seinem Team danke ich herzlich für die engagierte Arbeit gegen Antisemitismus und wünsche uns einen erfolgreichen Tag der Prävention 2019.

Ihr
Dieter Burgard
Beauftragter der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen

 

PROGRAMM
09.30 Uhr Ankommen
10.00 Uhr
Begrüßung
Dorit Becker (SWR), Moderatorin
Philipp Römer (PP ELT), Vizepräsident

Grußwort
Avadislav Avadiev, Vorsitzender des Landesverbandes
der jüdischen Gemeinden Rheinland-Pfalz

Moderierter Talk
Roger Lewentz, Innenminister
Dieter Burgard, Beauftragter der Ministerpräsidentin
für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen
Shelly Schlafstein, Zentralrat der Juden in
Deutschland, Projektkoordinatorin „Likrat“

10.45 Uhr Impulsreferat
„Antisemitismus in Deutschland“,
Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung
für jüdisches Leben in Deutschland und den
Kampf gegen Antisemitismus

11.20 Uhr Kaffeepause

11.35 Uhr Vorstellung
Leitfaden „Antisemitischen Hassverbrechen begegnen - jüdische Gemeinden schützen“ der OSZE,
Joachim Laux, Leiter Polizeiabteilung Innenministerium

Vortrag
„Antisemitische Hetze im Netz“,
Michael Wörner-Schappert, Jugendschutz.Net
Vorstellung
Präventionsprojekte „Rent a Jew“ und „Likrat“

12.50 Uhr Mittagspause mit Imbiss

13.45 Uhr „Die Lügen der Nazis“
- Propagandafilme im Nationalsozialismus -
Filmvorführung „Jud Süß“,
Institut für Kino und Filmkultur (IKF) /
Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung
Kaffeepause
Nachbesprechung* des Films
Michael Kleinschmidt, Filmreferent IKF

16.30 Uhr Ende der Veranstaltung

*Wir weisen darauf hin, dass die Nachbesprechung fester Bestandteil und Voraussetzung für die Aufführung eines Vorbehaltsfilms ist. Insofern bitten wir bis zum Ende der Veranstaltung um Ihre Teilnahme.

Rahmenprogramm:

• Infotisch: Jüdische Friedhöfe in Rheinland-Pfalz,
Ministerium des Innern und für Sport
• Infotisch: SchUM-Städte am Rhein, Dr. Susanne Urban,
SchUM-Städte e.V.
• Infotisch: Förderverein ehemalige Synagoge
Odenbach e.V.
• Ausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland
heute“

 

Flyer Tag der Praevention 2019 HIER herunterladen

 


Veranstaltungsanmeldung:
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Eine Teilnahme ist nur mit rechtzeitiger Anmeldung bis spätestens 21. August 2019 möglich unter:
https://s.rlp.de/veranstaltung01

Veranstaltungsort:
Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik (PP ELT)
Dekan-Laist-Straße 7
55129 Mainz
Die Parkmöglichkeiten auf dem Gelände des Polizeipräsidiums sind begrenzt.

 

MINISTERIUM DES INNERN
UND FÜR SPORT
STAATSKANZLEI
Ministerium des Innern und für Sport
Rheinland-Pfalz
Schillerplatz 3-5
55116 Mainz
Staatskanzlei
Peter-Altmeier-Allee 1
55116 Mainz
Kontakt:
Leitstelle „Kriminalprävention“
Tel.: 06131 16-3680
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.kriminalpraevention.rlp.de

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