Bei der Wahl zum Sprecherrat (2019-2021) am 30.11.2019 in der Mitgliederversammlung der LAG

wurde die Anzahl Beisitzer auf 15 erhöht.

 

In den Sprecherrat sind gewählt:

Dieter Burgard, Vorsitzender Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V.

Joachim Hennig, stellvertretender Vorsitzender, Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.

Beisitzer*innen:

Eberhard Dittus, Förderverein Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt/W.  e.V.

Dr. Cornelia Dold, Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz “ Mainz

Alice Fuß, Förderverein Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt/W. e.V.

Dr.Thomas Grotum, Universität Trier, Fachbereich III - Neuere und neueste Geschichte

Lena Haase, Universität Trier, Fachbereich III - Neuere und neueste Geschichte

Richard Keuler, Kultur- und Heimatverein Niederzissen e.V.

Nina Klinkel, MdL, Arbeitsgruppe Psychiatrie im Nationalsozialismus, Alzey

Maurice Kuhn, Ludwigshafen setzt Stolpersteine e.V.

Georg Mertes, Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert e.V.

Christof Pies, Förderkreis Synagoge Laufersweiler e.V

Dr. Franz-Josef Ratter, Freundeskreis ehemalige Deidesheimer Synagoge e.V.

Axel Redmer, Schalom - Begegnung mit dem Judentum e.V.

Renate Rosenau, Arbeitsgruppe Psychiatrie im Nationalsozialismus Alzey

Ksenia Stähle-Müller, Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.

Dr. Ulrike Winkler, AG Frieden e.V - AK "Trier im Nationalsozialismus"

Beratend von der Landeszentrale für politische Bildung: Uwe Bader + Kerstin Hetzel-Illing.

 

Erklärung:

Die LAG mit ihren 70 Mitgliedsinitiativen beschlossen am 30.11.2019 im

„Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz “ in Mainz diese Erklärung zur aktuellen Situation:

Gegen Hass und Terror – für Toleranz, Menschenrechte, Freiheit und Demokratie.

Nie waren Judenhass, Antisemitismus und antisemitische Gewalttaten, aber auch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland ganz verschwunden. Das jüngste Beispiel ist der Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019, bei dem zwei Menschen getötet worden sind. Diese Taten haben oft einen rechtsextremistischen Hintergrund.

Der rechtsradikalen Anschauung sind nicht nur Menschen mit jüdischem Glauben zum Opfer gefallen, sondern auch andere, die nicht in das menschenverachtende Weltbild rechter Kreise passen: beispielsweise die vom NSU Ermordeten und der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke. Die Amadeu Antonio Stiftung zählt seit der Wiedervereinigung im Oktober 1990 insgesamt 198 Opfer dieser rechten Gewalt.

Alle diese Verbrechen waren vorbereitet, angekündigt, unterstützt und begleitet durch ein gesellschaftliches Klima, das nahezu alltäglich geworden zu sein scheint und sich in den sozialen Medien des Internets mittels Hetze, Kumpanei und sogar Jubel Gleichgesinnter hervortut – und

das vor dem Hintergrund unserer Geschichte, die in nur 12 Jahren des Nationalsozialismus die schlimmsten Verbrechen hervorgebracht hat. Gerade deshalb sind alle Kräfte aufgerufen, diesen Tendenzen entschieden entgegenzutreten!

Gefordert sind nicht nur die staatlichen Organe, welche die in Deutschland von rechter Gewalt bedrohten Menschen schützen müssen sowie gegen Hass und Gewalt im Internet vorzugehen haben. Auch in den Schulen ist für ein Klima der Toleranz und der Menschenfreundlichkeit zu sorgen und die politische Bildungsarbeit muss ausgeweitet werden.

All das muss die Politik mit vollem Engagement und auf Dauer leisten. Aber sie braucht dafür unbedingt die Unterstützung der Zivilgesellschaft: jede und jeder Einzelne von uns und auch Vereine, Initiativen und Organisationen. Rheinland-Pfalz ist ein Land des ehrenamtlichen Engagements.

Wir als Landesarbeitsgemeinschaft und auch als Repräsentanten von diversen Initiativen wollen uns auch in der Zukunft entschieden in diesen Prozess gegen Rassismus und Antisemitismus und für Toleranz, Frieden und Demokratie einbringen.

Verstärkt werden wir uns um die Aufklärung über den Nationalsozialismus und die Verbrechen während der NS-Zeit bemühen sowie über die Opfer dieser menschenverachtenden Politik informieren, und zwar insbesondere vor Ort in den Gemeinden unseres Landes.

Dazu wollen wir – im Rahmen unserer Möglichkeiten – mehr und mehr in die Schulen gehen, Jugendliche altersgerecht ansprechen, aber auch die MultiplikatorInnen in der politischen Bildungsarbeit unterstützen und in der Erwachsenenbildung präsent sein.

Diese Erklärung kann HIER als PDF-Datei heruntergeladen werden

Foto: Anke Kristina Schäfer (Modifikation - oberer und unterer Bildrand, durch Admin)

 

Zum Seitenanfang