Niederschrift der Sitzung des Sprecherrates am Mittwoch, 25. März 2015, Gedenkstätte KZ Osthofen

13:00 bis 16:30 Uhr
 
Anwesende (x) entschuldigt (e):
 

x

Dieter Burgard, Vorsitzender

 

e

Christof Pies

x

Joachim Hennig, Joachim, stellv. Vors.

 

x

Dr. Franz-Josef Ratter

x

Hans-Eberhard Berkemann

 

x

Renate Rosenau

x

Ramona Dehoff

 

x

Tina Schwenk

e

Eberhard Dittus

 

x

für LpB: Uwe Bader

 

Frau Nehls, LpB, zu TOP 2

 

 

 

 
 
 
Beschlüsse / Aufträge
 

TOP

Thema

Auftrag

3

Gespräch mit der Kommission f. die Geschichte der Juden in Hessen, Terminvereinbarung

Pies, Rosenau

4

Antrag Förderverein Neustadt

Dehoff, Dittus

4

Meßlatte Fonds

Alle, nächste Tagesordnung

5

Mitgliederversammlung / Wahl des Sprecherrats, Vorbereitung Thema Zwangsarbeit

Nächste Tagesordnung

6

Workshop Ehrenamtliche Archivpflege

Rosenau

7

Mitgliederversammlung am 11. Juli

Nächste Tagesordnung

8 a

Forum LAGn Berlin, Fragebogen

Rosenau, Burgard, Dr. Ratter, Dittus

9.1

AG Krankenmorde

Burgard, Rosenau

9.3

eigene eMail-Anschrift

Burgard

 
 
 
TOP 1 Begrüßung um 13:10 Uhr, Anwesenheit
Niederschrift vom 8.Januar 2015: Nach Mailversand, Korrekturen und Ergänzungen auf der Homepage eingestellt.


 
TOP 2 Kulturangebote
 
Frau Nehls, LpB, stellt drei neue Kulturangebote vor, die der Kunst-und Kulturbeirat in seiner Dezember-Sitzung nach Prüfung empfohlen hat. Der Sprecherrat dankt Frau Nehls für diese Präsentation. Die LAG-Mitglieder werden über die Veröffentlichung dieser Niederschrift auf der LAG-Homepage informiert
 
 
 

Uli Valnion 2014

  • Lieder zur Gitarre für viele Anlässe und Gelegenheiten, zu Themen wie „Heimweh, Hoffnung – Todesangst“ oder „Briefe aus der Deportation“
  • Uli Valnion ist in der Musikszene seit 40 Jahren bekannt und anerkannt
    • Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
    • Telefon: 0151-6771-2702

 

 

 

"Zigeuner-Boxer“
Theaterstück von Rike Reiniger

Erzählt wird die (wahre) Geschichte des deutschen Boxers Johann Wilhelm „rukeli“ Trollmann, der im KZ Wittenberge ermordet wurde.

  • Regie: Annette Dorothea Weber
  • Einpersonenstück mit Volker Dücker
  • Für Schulen geeignet (auch bezahlbar)

Kontakt: http://communityartcenter-mannheim.de/jahresprogramm-2014-2015/kunst -fuer-alle/zigeuner-Boxer/

 

 

Landesaktion „Jedem Kind seine Kunst“

  • Ob fotografieren, Filme machen, malen oder Theater spielen:
  • Projekt will Künstler und Jugendliche zusammenbringen
  • Für Schulen, Jugendzentren, Kindertagesstätten u.a.
    • Jury des Landes wählt geeignete Projekte aus
    • Land zahlt das Künstlerhonorar
  • Datenbank mit über 100 Künstlern und 200 Projektideen
 
 
 
 
TOP 3 Gespräch mit dem Landesverband der jüdischen Gemeinden
 
Herr Pies, der heute nicht anwesend sein kann, hatte nach dem Gespräch in Koblenz mit dem Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Rheinland-Pfalz, Herrn Avadislav Avadiev, Kontakt. Herr Avadiev wollte die Thematik der verwaisten jüdischen Friedhöfe - gegenüber der ADD (Pflege) und zusammen mit der LAG gegenüber der Generaldirektion kulturelles Erbe (Dokumentation) aufgreifen.
 
Der in diesem Zusammenhang beabsichtigte Termin mit Dr. Heinemann von der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden konnte noch nicht stattfinden. Es soll vorbereitend vor einem Gespräch mit der Generaldirektion kulturelles Erbe stattfinden.
 
Beschluss: Terminvereinbarung mit Dr. Heinemann, ggfs in Zusammenhang mit der nächsten Sitzung des Sprecherrates, in Mainz oder Wiesbaden. (Pies, Rosenau)
 
 
 
TOP 4. Fonds /Finanzen 2016
 
Frau Dehoff legt Unterlagen zu a) und b) vor.
 
a) Stand der Einnahmen und Ausgaben:
Bitte beim Sprecherrat anfragen
 
 
 
b) Anträge
 
1. AG Frieden Trier, Neuauflage und multimediale Weiterentwicklung der Publikation "Stolpersteine erzählen"
 
Beschluss: biite anfragen
 
 
 
2. Mahnmal Koblenz
 
Der Förderverein stellt erneut einen Antrag auf Förderung eines Films über den katholischen Armeepfarrer und Mitglied des widerständigen Solf-Kreises Dr. Friedrich Erxleben. Dieser Antrag war im Jahr 2006 positiv beschieden worden, konnte vom Verein aber nicht genutzt werden, da die Finanzierung des Films nicht gesichert werden konnte. Jetzt wird der Antrag erneut gestellt.
 
Beschluss: bitte anfragen
 
 
 
3. VVN Mainz - zwei Anträge
 
- Busfahrt nach Buchenwald anläßlich der Gedenktage zur Befreiung
 
Beschluss: bitte anfragen
 
- Filmvorführung in Mainz anläßlich der Befreiung 1945
 
Beschluss: bitte anfragen
 
 
 
4. Förderverein Gedenkstätte für NS-Opfer Neustadt e.V., Ausstellung „Die Kunst zu überleben – 70 Jahre Frieden“ aus der Sammlung von von 900 Miniaturbildern des Kriegsgefangenen Emil Waas, aus Anlaß des Jahrestages der Befreiung, in der Stiftskirche Neustadt, auch Aufbereitung als Wanderausstellung.
 
Der Antrag wurde beraten, leider konnten offene Fragen nicht in der Sitzung geklärt werden.
 
Grundsätzlich war die vorliegende Information nicht ausreichend. Auskünfte fehlten über die Einbettung des Themas Kriegsgefangenschaft in den Gesamtkontext der NS-Zeit, über die Biographie des Künstlers und seinen regionalen Bezug, über den Ausstellungsort. Der Sprecherrat hält die Darstellung der deutschen Kriegsgefangenschaft im Kontext des NS-Regimes für unerlässlich. Auch fehlen im Antrag Angaben zur Eigenleistung des Fördervereins.
 
 
 
Beschluss: Weil die Ausstellung im Mai eröffnet werden soll, wird Herr Dittus per Mail (Dehoff) um Klärung der offenen Fragen bis zum Wochenende und Mitteilung an den Sprecherrat per Rundmail gebeten. Am Rande der Sitzung des Forums der LAGn in Berlin am Montag, den 30. März, könnte dann eine Entscheidung getroffen werden.
 
Beschluss: Falls dem Antrag zugestimmt werden kann, werden 25% des Fehlbedarfs, maximal 170 €, übernommen.
 
 
 
Bei der Beratung dieses Antrags kam der Beratungsbedarf über die Notwendigkeit einer "Meßlatte" für die Bewilligung von Fonds-Mitteln zur Sprache, die die Richtlinien präzisieren, d.h. von vereinbarten Entscheidungskriterien im Sinne des Auftrags der LAG: Gesamtkontext NS-Zeit, Regionalität, Nachhaltigkeit, Förderung kleiner Gruppierungen, Umfang und Höhe weiterer Drittmittel, finanzielle Situation des Antragstellers u.a.
 
Beschluss: Nächste Tagesordnung.
 
 
TOP 5 Statistiken 2014 / Rückblick 27.01.2015
 
a) Der Sprecherrat hält es für sinnvoll, von den Mitgliedern Berichte über die Art ihrer Veranstaltungen und die Besucherzahlen zu ermitteln.
 
Beschluss: Mit der Einladung zur Mitgliederversammlung soll ein Formblatt mit Erfassungskriterien versandt werden, in denen sich die Profile und Aktivitäten der vielfältigen größeren und kleineren LAG-Mitglieder abbilden.
 
b) Zu Veranstaltungen zum 27. Januar 2015 gab es positive Rückmeldungen.
 
c) In diesem Zusammenhang trägt Frau Schwenk eine Überlegung aus der AG Frieden Trier vor, den 27. Januar als "stillen Gedenktag" nach Landesrecht zu verankern.
 
Der Sprecherrat hält diesen Vorschlag im Hinblick auf sehr unterschiedliche Veranstaltungen seiner Mitglieder, von denen einige im Rahmen eines stillen Feiertages nicht mehr möglich sein könnten, für nicht praktikabel.
 
 
 
TOP 6 Workshop Ehrenamtliche Archivpflege in Zusammenarbeit mit dem Landesarchiv Speyer am 26. März.
 
Bericht Frau Rosenau.
 
Angemeldet sind 26 Personen aus 13 LAG-Mitgliedern und 2 (noch-nicht-)Mitgliedern. Das Programm wurde mit Dr. Rummel, Landesarchiv Speyer, erstellt und versandt. In Speyer findet der erste theoretische Teil statt, der ein Praxistag in einem kommunalen Archiv oder in Speyer folgen soll.
 
Das Mittagessen wird in der gegenüberliegenden Mensa der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften eingenommen, Kosten je Person ca. 5 €.
 
Beschluss: Die LAG übernimmt die Kosten für das Mittagessen und ggfs die Tagungsgetränke, sofern diese nicht vom Landesarchiv bereit gestellt werden.
 
 
 
 
 
TOP 7 Kommende landesweite Treffen
 
Info-Veranstaltung der LpB in Osthofen am 20. Juni
 
Bericht Herr Bader. Angesetzt ist ein halber Tag.
 
 
 
Mitgliederversammlung 11.07.2015 ganztags Osthofen

Schwerpunkt: "Zwangsarbeit". Das Überblicksreferat kann Frau Dr. Brüchert nicht übernehmen.
 
In der Einladung sollen die LAG-Mitglieder gebeten werden, über Zwangsarbeit in ihrem Ort und der näheren Umgebung zu berichten, da viele vorübergehende Einsätze und Lager noch nicht erfaßt aber möglicherweise in der lokalen Erinnerung noch erhalten sind.
 
Bei der Mitgliederversammlung findet die turnusmäßig zweijährige Wahl des Sprecherrates statt. Nächste Tagesordnung.
 
 
 
8. Zusammenarbeit mit anderen LAGn
 
a. Treffen des Forums der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen in Berlin am Montag, 30. März.
 
Teilnehmer: Burgard, Dr. Ratter, Dittus.
 
Bei dem Treffen soll ein Fragebogen über die Arbeit der LAGn beraten werden. Der Entwurf der Beantwortung (Rosenau) geht den o.g. Teilnehmern per Mail zu. (Rosenau)
 
 
 
b) Tagung der LpB und der LAG Hessen am 19. März 2015 in Osthofen
 
Bericht Dr. Ratter und Rosenau.
 
Teilnehmer waren über 50 Vertreter aus Vereinen und Initiativen in Hessen.
 
Während der Tagung stellten Dr Ratter und Frau Rosenau die Arbeit der LAG Rheinland-Pfalz vor.
 
Die LAG Hessen präsentierte eine Ausstellung mit 14 Informationstafeln ("Roll-ups"), thematisch gegliedert und mit Angaben der zu den einzelnen Themen arbeitenen LAG-Gruppen, womit ein thematisch orientierter Überblick über die LAG Hessen entsteht. Die Darstellung bezog sich bis auf eine Aufnahme auf Hessen in den heutigen Grenzen und nicht auf die hessischen Grenzen bis zur NS-Zeit. Eine Broschüre informiert mit jeweils einer Seite Text und Bild über die einzelnen Mitglieder.
 
Während der Tagung gab es Anregungen für künftige Kooperationen zwischen den beiden LAGs und den beiden LpBs, unter anderem, um die NS-Politik in den damaligen Länder-grenzen und Verwaltungseinheiten besser zu erfassen. Ein Beispiel ist die Zwangsarbeit des Justizgefangenenlagers Rodgau mit zahlreichen Außenlagern, auch linksrheinischen, und dazu Herr Bader den Hinweis auf die Vortragsabend im Museum der VG Eich in Gimbsheim am 16. April, 20 Uhr.
 
 
 
TOP 9 Verschiedenes
 
1. AG Krankenmorde, Landestagung 2016
 
Die letzte Sitzung der Arbeitsgruppe war am 22. Sept. 2014. Zur nächsten Sitzung liegt noch keine Einladung vor. Herr Burgard wird mit Frau Dr. Storm sprechen.
 
Hinsichtlich der Konzeption der für das nächste Frühjahr vorgesehenen ersten landesweiten Tagung zu dieser Thematik besteht Klärungsbedarf. Der 2009 von der LAG eingebrachte Vorschlag ging davon aus, die Forschungslücken in Rheinland-Pfalz zunächst in einer Expertentagung zu bearbeiten, bevor in einer öffentlichen Tagungen Ergebnisse präsentiert werden können. Frau Rosenau hatte dazu mehrfach Unterlagen vorgelegt.
 
Beschluss: Frau Rosenau und Frau Arenz-Morch werden um die Skizzierung eines Konzeptes gebeten.
 
 
 
2. Gesprächsrunde zum Jahrestag der Befreiung am 8. Mai auf Initiative der VVN Mainz
 
Bericht Burgard, Dr. Ratter. Zehn Gruppen aus dem Raum Mainz beteiligen sich. Die LAG kann sich nicht beteiligen, sagt aber Unterstützung, beispielsweise durch Informationsverteilung, zu. Das nächste Gespräch findet am heutigen Abend in Mainz statt, Teilnehmer: Dr. Ratter.
 
 
 
Vom Landtag liegen noch keine Einladungen zu Gedenkveranstaltungen vor. In der Planung sind ein Gedenkgottesdienst um 17 Uhr in der Christuskirche, gefolgt von einer Gedenkstunde und um 20 Uhr einem Konzert in St Stephan.
 
 
 
3. Eigene LAG-Mail-Adresse
 
Die Einrichtung wird für notwendig gehalten, das LAG-Mails noch über die Gedenkstätte Osthofen versandt werden. Herr Burgard wird mit Herrn Bartas wegen der Möglichkeit der Einrichtung über die Homepage sprechen.
 
 
 
4. Die Einführung eines Mitgliederrundbriefs /Newsletters wird vorgeschlagen. Die Informationen des Sprecherrtas werden zwar regelmäßig durch Veröffentlichung der Niederschrift auf der Website verteilt, aber direkte Schreiben würden die Kommunikation beflügeln.
 
Möglich wären ggfs. zwei Newsletter im Jahr, jeweils rechtzeitig vor den beiden Mitgliederversammlungen. Damit könnten nicht nur Veranstaltungshinweise, sondern auch thematische Vorbereitungen der MV (siehe oben) oder kulturelle Angebote (siehe TOP 2) transportiert und Informationen aus den Mitgliedsgruppen gebündelt werden. Die Frage ist offen, wie dies personell und ehrenamtlich bewältigt werden kann.
 
Siehe dazu auch TOP 9.9 und TOP 5a der heutigen Sitzung.
 
 
 
5. Rheinland-pfälzisches Freilichtmuseum Bad Sobernheim:
 
siehe Nsr. vom 08.01.15, TOP 9.2. Bericht Burgard und Berkemann
 
Im Gespräch mit dem Landrat konnte erreicht werden, dass das Foto des Gauleiters Bürckel, das ihn im WeinKulturGut-Haus als jovialen Provinzfürsten mit Weinköniginnen zeigt, zwar nicht verschwindet, daneben aber ein Biographie und Foto eines jüdischen Winzern aufgehängt wird. Frau Rosenau schlägt den Alzeyer Karl Baum vor und übermittelt Material.
 
 
 
6. Bündnis für Vielfalt und Toleranz Rheinland-Pfalz
 
siehe: http://www.vielfalt-rlp.de/
 
Dr Ratter schlägt den Beitritt vor. Dieser Vorschlag soll über ein Rundschreiben den Mitgliedern vorgtragen und bei der Mitgliederversammlung entschieden werden.
 
 
 
7. APP-Portal
 
Bericht Herr Bader
 
Seit dem Bericht von Fabian Müller im Sprecherrat am 14.7.2014 hat die Vorbereitungs-gruppe der Bundeszentrale und der Landeszentralen das Konzept weiterentwickelt. Beteilgt sind im ersten Schritt die LpBs Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, dafür wurden von der LpB Rheinland-Pfalz 7.000 € für 2015 bereit gestellt.
 
 
 
8. Hinweis: Der Landtag zeigt vom 15. April bis 8. Mai 2015 “Schau mich an” – die Wanderausstellung über Givat Haviva, eine Bildungs- und Begegnungsstätte in Israel, die sich aktiv für eine friedliche und tolerante Gesellschaft engagiert. Sie vermittelt einen Eindruck des Kennenlern- und Dialogprozesses, der dort tagtäglich zwischen jüdischen und arabischen Jugendlichen stattfindet.
 
 
 
9. Lager Ahrweiler, KZ-Außenlager Rebstock
 
Bericht Herr Bader
 
Als Ergebnis der Tagung 2014 berät ein Runder Tisch mit Partnern vor Ort über die weitere Entwicklung.
 
 
 

Niederschrift: Renate Rosenau

 

 


 

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