Niederschrift der Sitzung des Sprecherrates

am Dienstag, den 15. März 2016, in der Gedenkstätte Osthofen

10:00 bis 12:35 Uhr

 

Anwesende (x) entschuldigt (e):

x

Dieter Burgard, Vorsitzender

 

x

Christof Pies

x

Joachim Hennig, Joachim, stellv. Vors.

 

x

Dr. Franz-Josef Ratter

x

Hans-Eberhard Berkemann

 

x

Renate Rosenau

e

Ramona Dehoff

 

x

Dr. Tina Schwenk

x

Eberhard Dittus

 

x

für LpB: Uwe Bader

x

Dr. Johannes Graßl

     

 

Beschlüsse / Aufträge

 

Nächster Sprecherrat: Donnerstag, 12. Mai, 14:00 Uhr, Mainz, Büro des Bürgerbeauftragten

 

TOP

Thema

Auftrag

2

Fachtagung Zwangsarbeit

Raster für Mitgliederberichte

Dieter Burgard, Gedenkstätte

Renate Rosenau

3

Fonds: Bewilligungskriterien

nächste Sitzung

6

eMail Sprecherrat

Burgard

9 b

Graphik Arbeitsschwerpunkte

Schwenk (Zuche)

9 c

LAG-Flyer, Überarbeitung

Graßl, Ratter

9 d

Jüdische Friedhöfe

Pies, Rosenau

 

 

 

1. Begrüßung, Anwesenheit, Tagesordnung

 

Niederschrift vom 12. Februar 2016 Mainz: keine Einwendungen.

 

2. Fachtagung Zwangsarbeit Samstag, 16. April 2016 Osthofen

 

zu TOP 2 Fachtagung Zwangsarbeit Samstag, 16. 04. 2016 Osthofen

 

Die LAG-Mitglieder wurden am 19. Februar angeschrieben (Burgard).

 

Der Ablauf wird wie folgt festgelegt:

 

Uhr

Thema/Referent

10:15

Eröffnung und Begrüßung

Dieter Burgard

10:30

Lager und Haftstätten im heutigen Rheinland-Pfalz

Uwe Bader / Angelika Arenz-Morch,

ggfs. Dr. Beate Welter (angefragt)

11:15

Berichte der Mitglieder über Lager und Haftstätten in ihrem Umfeld

Moderation: N.N.

11.45

Rüdiger Stein

Kriegsgefangenen Lager STALAG XII B Frankenthal und der Zwangsarbeit der dort internierten Kriegsgefangenen

 

Mittagspause in der Gedenkstätte

13:30

Die kreuznacher diakonie und Zwangsarbeit

Dr. Ulrike Winkler

14:00

Kranke Zwangsarbeiter und Wöchnerinnen in der Landes- Heil- und Pflegeanstalt Alzey (RFK)

Renate Rosenau

14:30

Zwangsarbeit "Reichsautobahn"

Wolfgang Schmitt-Kölzer

15:00

Plenum

NS-Zwangsarbeit heute: Quellen, Forschungsstand, Gedenken

Weiteres Vorgehen der LAG

 

 

Beschluss:

 

- Mitgliederberichte: die Mitglieder werden gebeten, anhand einer Vorlage zu berichten. Das Berichtsblatt stellt Frau Rosenau in Abstimmung mit Herrn Hennig und den in seinem Zwischenruf" vorgetragenen Argumenten zusammen. Versand mit der Einladung.

 

- Die Verpflegung in der Gedenkstätte trägt die LAG.

 

- Einladung, Versand: Dieter Burgard

 

- Anmeldeschluss: 7. April

 

3. Fonds: Bewilligungskriterien / Anträge

 

Die von Frau Dehoff vorgelegte Übersicht über den Stand der Ausgaben 2016 wird zur Kenntnis genommen.

 

Neue Anträge liegen nicht vor.

 

Bewilligungskriterien: wegen Verhinderung von Frau Dehoff vertagt.

 

4. Mitgliedschaft in Netzwerken (Dr Tina Schwenk)

 

a) Kompetenznetzwerk „Demokratie leben!“

 

  • Bundesprogramm des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben mit Laufzeit von 2015 bis 2019

  • Ziel: ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander

  • Förderung: Projekte, die sich in der Demokratieförderung und der Extremismusprävetion engagieren.

  • Ansprechpartner in Rheinland-Pfalz:

 

Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung - Abt. Landesjugendamt

 

Felix Eitel, Rolf Knieper

 

Tel.: 06131 967185

 

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

b) Bündnis für Vielfalt und Toleranz

 

  • Zusammenschluss von 20 Gruppen aus ganz Rheinland-Pfalz

  • Ziel: für eine weltoffene Gesellschaft eintreten und rechtsradikalen, menschenverachtenden Parolen und Aktionen entgegentreten

  • Ansprechpartner in Rheinland-Pfalz:

  • Heinrich-Böll Stiftung Rheinland-Pfalz

 

Tel: 06131 - 90 52 60

 

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

c) Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC)

 

  • Bundesweites Netzwerk

 

  • Ziel: Demokratieförderung und gegen menschenverachtendes Denken

  • Ansprechpartner in Rheinland-Pfalz:

 

DGB Jugend Rheinland-Pfalz

 

Tel.: 06131 - 28 16 29

 

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Frau Dr. Schwenk stellt die drei Gruppierungen vor.

 

Der Beitritt ist beitragsfrei.

 

Die Unterstützung der Netzwerke wird als sinnvoll angesehen.

 

Beschluss: Beitritt ohne Gegenstimme beschlossen.

 

5. Landestagung NS-Krankenmorde und Zwangssterilisation,

 

Der schriftliche Bericht (Rosenau, Hennig) über die Vorbereitungstagung am 22. Februar in der Gedenkstätte Osthofen, vor der Sitzung per Mail verteilt, wird zu Kenntnis genommen und beraten.

 

Der Tagungsprogrammentwurf beruht zwar auf einer Vorlage der LAG (Arenz-Morch/Rosenau) vom Juni 2015, deckt aber inhaltlich die von der LAG eingebrachten Vorstellungen nur teilweise. Die Bestandsaufnahme ist vorgesehen, allerdings bisher ohne Bearbeitung noch bestehender "weißer Flecken" (u.a.private Anstalten), aber eine Sichtung und Bewertung der vorgetragenen Ergebnisse ist im Programm nicht vorgesehen. Stattdessen ist geplant, die größeren und kleineren Beiträge vor der Tagung in einem Band zu veröffentlichen, als Redaktionsschluss wurde das Frühjahr 2017 genannt.

 

Nach Auffassung des Sprecherrats muss über die Behandlung der Tagungsergebnisse und der

 

Recherche der weißen Flecken weiter nachgedacht werden. Außerdem ist vor der Tagung nicht abzusehen, welche Schicksalswege der einzelnen Opfergruppen, wie im Programm vorgesehen, als "Regelfall" eingestuft werden können. Ob die Sterilisationsopfer, "Rheinlandbastarde", Zwangsarbeiter, Juden, Opfer der Kindereuthanasie und Opfer der Aktion 14f13 in den damals preußischen, hessischen, oldenburgischen und bayerischen Gebieten und in der roten, 1939 evakuierten Zone in der Mehrheit vergleichbaren Maßnahmen unterlagen, wird die Bestandsaufnahme der Tagung erst ergeben.

 

Daher wäre es sinnvoll, wenn sich die vorgesehenen Referenten vorbreitend vor der Tagung austauschten, um landesweit typische Biographien der einzelnen Opfergruppen oder ihre Abweichungen festzustellen und geeignete Biographien für die Tagung auswählen.

 

Ob und wann ein nächstes Treffen der Arbeitsgruppe geplant wird, ist nicht besprochen worden.

 

Beschluss: Das Protokoll dieser Sitzung aus Mainz und der Programmentwurf werden abgewartet.

 

Siehe auch TOP 9 g weitere Tagungen zu NS-Krankenmorden

 

6. eMail Sprecherrat, Aktivierung

 

Diese Verbindung wird verschickt.

 

7. Studienreise Gedenkstätten Südfrankreich ; Besuch der Gedenkstätten Rivesaltes, Le Vernet, Gurs

 

Die Terminabstimmung über Doodle läuft noch.

 

Nächste Sitzung.

 

8. Infotagungen 2016

 

Bericht Herr Bader

 

39. Info-Tagung 25. Juni in Osthofen

 

Vorlage von Herrn Bader verteilt. Schwerpunkte: Neuerscheinung zur Gedenkstättenpädagogik und Westwall. Weinbau-Thema vertagt.

 

40. Info-Tagung 26.November in Wittlich

 

Vorbereitendes Gespräch.

 

9. Verschiedenes

 

a) Kommende Veranstaltungen des Fördervereins Mahnmal Koblenz im Landesbibliothekszentrum, Bericht Joachim Hennig:

 

- 17. März bis zum 29. April 2016 Ausstellung: "Widerstand und Verfolgung im heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz 1933 - 1945", Ausstellungseröffnung ist am 17. März 2016 um

 

19 Uhr.

 

- 7. April 2016, 19 Uhr, Uraufführung des Dokumentarfilms "Mut, Leidensbereitschaft, Heiterkeit, das war sein Vermächtnis" - Der Koblenzer Armeeoberpfarrer Professor Dr. Friedrich Erxleben (1883 - 1955). Der Film wurde aus Mitteln des LAG-Fonds gefördert.

 

b) Grafik Arbeitsschwerpunkte des Sprecherrates

 

Thomas Zuche wird gebeten, die neue Aufgabenverteilung in die Grafik einzuarbeiten.

 

(Dr Tina Schwenk).

 

c) Überarbeitung des LAG- Flyers

 

Die inhaltliche und gestalterische Neufassung und vorliegende Angebote, die Dr. Ratter und Dr. Graßl eingeholt haben, werden beraten.

 

Beschluss:

 

Dr Ratter und Dr Graßl überarbeiten den Flyer und entscheiden, welche Firma mit dem Druck beauftragt wird.

 

d) Jüdische Friedhöfe; Dokumentation und Pflegezustand

 

siehe zuletzt Niederschrift vom 12 März 2016

 

Die in Aussicht gestellte Niederschrift der GDKE über das Gespräch am 22.01.2016 in der GDKE liegt noch nicht vor.

 

Herr Pies und Frau Rosenau werden die noch fehlenden Angaben aus der Liste der Jüdischen Friedhöfe - nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler der GDKE - in die Synopse übertragen. Termin: Dienstag, 5. April, 10:00 Uhr, bei Frau Rosenau, Alzey.

 

JF Essigen, Alter und neuer JF

 

Herr Dittus berichtet über den miserablen Pflegzustand des großen jüdischen Friedhofes Essingen, ein Teil der Grabsteine ist von dem zerstörenden Efeu überwuchert.

 

Auch Herr Dittus, der von der Jüd Kultusgemeinde der Pfalz mit der Betreuung der JF beauftragt wurde, sieht das Problem bei den Ortsgemeinden bzw. den für Friedhöfe zuständigen Verbandsgemeinden, denen Informationen über den Umgang mit jüdischen Friedhöfen fehlt und die, wie in diesem Fall, die Verwaltungsvorschrift über die Betreuung der jüdischen Friedhöfe nicht präsent haben. Außerdem problematisch ist das Meldeverfahren der jüdischen Kultusgemeinde der Pfalz an die ADD, für das sie ein einfaches Formblatt entwickelt hatte. Für Essingen hatte sie darauf noch im letzten Jahr bescheinigt: "wurde das ganze Jahr gepflegt, ist in einem guten Allgemeinzustand."

 

 

Der Sprecherrat sieht folgende Notwendigkeiten:

 

1. Erarbeitung von Pflegerichtlinien nach halachischen und denkmalpflegerischen Erfordernissen; (wie in den Fachtagungen gefordert),

 

2. Abstimmung des Betreuungsverfahrens und der Meldungen zwischen den Jüdischen Kultusgemeinden, auf der Ebene des Landesverbandes - wie von dem Vorsitzenden Herrn Avadiev im Herbst 2013 in Aussicht gestellt. Mit einem Rabbiner sollte vorab das Problem beraten werden, Frau Rosenau schlägt Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde Mainz Herrn Aaron Ran Vernikovsky (dort seit 2015) vor und wird einen Kontakt vorbereiten.

 

3. Überarbeitung des Vergabeverfahrens der Fördermittel, sobald die Ergebnisse der Synopse vorliegen, Anregung bei der ADD. Es sind inzwischen JF bekannt, die bezuschusst werden, obwohl sie nicht mehr existieren, bzw. für die Zuschüsse nach nicht mehr zutreffenden Flächenangaben geleistet werden. (Zum JF Essingen: siehe Anlage).

 

e) Ludwigshafen setzt Stolpersteine

 

Johannes Graßl berichtet, dass am 16. März 2016 in Ludwigshafen weitere 21 Stolpersteine verlegt werden. Am selben Abend wird in der Gedenkstätte Osthofen die Ausstellung „Stolperstein – Was geht mich dieses Schicksal an“ des Vereins „Ludwigshafen setzt Stolpersteine e.V.“ eröffnet.

 

Sehr erfreulich und für die Stolpersteine-Arbeit in Ludwigshafen wertschätzend sei der Gewinn von € 10.000 beim Google Impact Challenge. Ludwigshafen setzt Stolpersteine e.V. erhält diese Förderung zur Weiterentwicklung einer Stolpersteine-ar+App, um eine App zu entwickeln, die es ermöglicht, jeden einzelnen Stolperstein zu scannen und die Inhalte per Augmented Reality (ar) direkt im Nahbereich des Steins einzublenden. Ziel sei es, eine einheitliche Lösung zu schaffen, die in allen Städten funktioniert und allen Initiativen zur Verfügung gestellt werden kann. Eine solche Stolperstein-ar+App ermöglicht so, das große bundesweite Mahnmal der Stolpersteine erfahrbar zu machen.“

 

Der Sprecherrat gratuliert zu diesem Gewinn und begrüßt die Perspektive, die sich für Stolperstein-Initiativen öffnet.

 

f) Zum 5. bundesweiten Gedenkstättenforum wird für Mittwoch, den 7. Dezember bis Freitag, den 9. Dezember 2016 in das NS-Dokumentationszentrum Köln eingeladen. Das Forum der Landesarbeitsgemeinschaften sowie die selbstorganisierten Treffen der anderen Gruppen findet am Mittwochnachmittag, nicht wie bisher am Donnerstagnachmittag statt.

 

Zur Qualifizierung für Archivarbeit in Gedenkstätten, das sich vor allem an mittelgroße und kleinere Einrichtungen wendet, liegt nun ein Angebot für die Einarbeitung und Fortbildung von Mitarbeitenden sowie Beratungsmöglichkeiten vor.

 

g) Weitere Termine

 

Montag, 11.04.2016, 11:00 Uhr , Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert

 

Zehn Jahre Dokumentations- und Begegnungshaus der Gedenkstätte SS-Sonderlager Hinzert, Festprogramm, Einladung wurde versandt.

 

Montag, 18. April, 19:00 Uhr, Historisches Museum der Pfalz, Speyer, Buchvorstellung:

 

Protestanten ohne Protest Die evangelische Kirche der Pfalz im Nationalsozialismus:

 

Ein Projekt der Evangelischen Kirche der Pfalz.

 

11.-13. November 2016 Pfalzklinikum Klingenmünster

Herbsttagung des (bundesweiten) Arbeitskreis zur Erforschung der NS-"Euthanasie" und Zwangssterilisation hingewiesen, die vom Ausschuss Gedenkarbeit des Pfalzklinikums Klingenmünster für den unter der Thematik vorbereitet wird:

 

"Der regionalvernetzte Krankenmord. Die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster/Pfalz in Verbindung mit Baden, Bayern, Elsass und Lothringen."

 

Die Tagung, die zu dieser Problematik erstmals die Beziehungen zum westlichen Nachbarland Frankreich aufgreift, ist für alle Interessenten offen. Einladung und Programm nach Erscheinen.

 

Der Arbeitskreis widmet sich nach mehreren Tagungen in Österreich, Polen und Tschechien 2016 erstmals den westlichen Nachbarn. Die Frühjahrstagung vom 20.-22. Mai 2016 in Haarlem und Doorn/Niederlande steht unter dem Thema "An international comparison of mortality in psychiatry during WW II and its consequences for actual ethical questions" (Internationaler Vergleich der Sterblichkeit in der Psychiatry während WWII und deren Konsequenzen für aktuelle ethische Fragen." (Programm bei Rosenau)

 

h) Neustadt, ehemaliges Gestapo-Stelle für den Gau Saarpfalz von 1937 bis 1945:

 

Es wird berichtet, dass der Eigentümer - Finanzministerium Rheinland-Pfalz - der Einrichtung einer Erinnerungsstätte im Untergeschoß, wo sich die Gefängniszellen befanden, positiv sieht.

 

(siehe dazu u.a. Vortrag Dr. Rummel unter

 

http://www.gedenkstaette-neustadt.de/wp-content/uploads/2013/11/Quellen_Neustadt_Rummel.pdf)

 

Niederschrift:

 

Renate Rosenau

 

Anlagen

 

Anlage 1 zu TOP 9 d , JF Essingen

 

Anfang der 1990er Jahre hatte Dr. Frowald Gil Hüttenmeister unter Mitarbeit seiner Tochter Nathanja Hüttenmeister (Salomon Ludwig Steinheim Institut für deutsch-jüdische Geschichte) ausgewählte Grabsteine dokumentiert, 1994 veröffentlichte Bernhard Kukatzki in Sachor dazu einen Beitrag (online über Alemannia Judaica oder direkt unter: http://www.alemannia-judaica.de/images/Images%20400/Essingen%20Sachor%202-94.pdf). Damals schrieb Kukatzki: "Es wird die Aufgabe des Landesdenkmalpflegeamtes in Mainz und seiner beauftragten Mitarbeiter sein, in den nächsten Jahren den Grabmalbestand des alten Essinger Friedhofes vollständig fotografisch zu erfassen, deren Inschriften zu übersetzen und eine ausführliche historische und kunsthistorische Würdigung dieses bedeutenden jüdisch-pfälzischen Kulturdenkmals vorzunehmen."

 

(Rosenau)

 

Beste Quellen zu jüdischen Friedhöfen in Rheinland-Pfalz sind nach wie vor

 

- die Hefte von SACHOR (siehe Eintrag auf unserer Website, einige online,

 

- sowie das online-Portal von Alemannia Judaica (http://www.alemannia-judaica.de/).

 

Anlage 2 zu TOP 9 g

 

18. April 2016, 19 Uhr Buchvorstellung

 

Protestanten ohne Protest

 

Die evangelische Kirche der Pfalz im Nationalsozialismus

 

60 Autorinnen und Autoren haben im Auftrag der Evangelischen Kirche der Pfalz unter Federführung der Evangelischen Akademie und mit maßgeblicher
Unterstützung des Zentralarchivs der Evangelischen Kirche der Pfalz ein umfangreiches Handbuch zur Geschichte der Landeskirche in der NS-Zeit erarbeitet. Das Buch wird jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.
Protestantismus und Nationalsozialismus gingen in der Pfalz weitgehend Hand in Hand. NS-Funktionäre sahen sich als gute Protestanten, Kirchenvertreter waren zum Teil begeisterte Nationalsozialisten. Einen ausgeprägten ‚Kirchenkampf‘ gab es in der Pfalz nicht.
Das zweibändige Werk bietet erstmals ein differenziertes und strukturiertes Gesamtbild der Geschichte der Landeskirche in der Zeit des Nationalsozialismus. Durch eine konsequente Einbettung in überregionale, politische und alltagsgeschichtliche Zusammenhänge will es das Nachdenken über die NS-Geschichte insgesamt anregen. Es weiß sich den Standards geschichts-wissenschaftlicher Forschung verpflichtet und ist zugleich auch für Nichtfachleute mit Gewinn zu lesen.
Die Präsentation soll nicht nur die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit vorstellen, sondern auch zum Weiterdenken anregen. Welche Konsequenzen ergeben sich für die Erinnerungskultur innerhalb und außerhalb der Kirche? Wie lässt sich aus der Geschichte lernen?

 

 


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