Erinnern zur Mahnung für eine starke Demokratie

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit im heutigen Rheinland-Pfalz wählte Ende 2015 in Koblenz einen neuen Sprecherrat, der sich nun zur ersten Sitzung in Mainz traf.
56 Mitgliedsorganisationen in ganz Rheinland-Pfalz, darunter neu das Stadtarchiv Speyer, sind ehrenamtlich in der Erinnerungs- und Gedenkarbeit aktiv, so wenn es um den Erhalt von ehemaligen Synagogen und Friedhöfen, Stolpersteinen, ehemalige KZ-Lager oder Krankenmorde geht.
Erfreulich ist, dass immer mehr Kommunen auch Arbeitskreise zur NS-Zeit ihrer Kommune einrichten.
Auf sein Arbeitsprogramm 2016 setzte der neue Sprecherrat, in dem viele seit 2001 mitarbeiten, als Themenschwerpunkte: Zwangsarbeit, jüdische Friedhöfe, ehrenamtliche Archivpflege und Morde an Kranken und Menschen mit Behinderung.
Darüber hinaus ist wesentlich die Öffentlichkeitsarbeit insbesondere die Gestaltung von Gedenkveranstaltungen, so der europäische Tag der jüdischen Kultur an 4.September 2016, und die Begleitung regionaler Projekte.
Am 16. April 2016 ist eine öffentliche Tagung zum Thema „Zwangsarbeit“ in der Gedenkstätte KZ Osthofen.
Im Sprecherrat arbeiten als Vorsitzender der Bürgerbeauftragte Dieter Burgard vom Förderverein Gedenkstätte KZ Hinzert, Stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig vom „ Mahnmal Koblenz“, sowie Renate Rosenau (AG Psychiatrie im Nationalsozialismus Alzey), Ramona Dehoff (Projekt Osthofen), Dr.Tina Schwenk (AG Frieden Trier),
Eberhard Dittus (Förderverein Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt a.W.), Hans-Eberhard Berkemann (Synagoge Sobernheim), Christof Pies (Synagogenverein Laufersweiler/Hunsrück), Dr. Franz-Josef Ratter (Freundeskreis der ehemaligen Deidesheimer Synagoge) und Johannes Graßl (Initiative AK Ludwigshafen setzt Stolpersteine) sowie als ständiger Vertreter des NS-Dokumentationszentrum in Osthofen.
Dieter Burgard mahnte, dass gerade bei dem aktuellen Rechtsruck in der Politik eine Aufklärungsarbeit auch zur NS-Diktatur, so der Flucht vieler deutscher Verfolgter, notwendig ist und sich heute in Rheinland-Pfalz tausende Bürger sich in der Gedenkarbeit vorbildlich engagieren.

 

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