Gesprächskreis Juden und Christen in Ludwigshafen
 
Am Kantor-Josef-Jacob-Platz 1
67067 Ludwigshafen
 
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Web: http://www.christen-und-juden.de

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Gesprächskreis Juden und Christen in Stadt und Landkreis Ludwigshafen

Der Gesprächskreis Juden und Christen in Stadt und Landkreis Ludwigshafen stellt sich vor
Ausgangspunkt der Gründung dieses Gesprächskreises war die Tagung der Bezirkssynode in Ludwigshafen am 10.2.1990 zum Thema „Kirche und Israel“. Auf ihr wurde über die Beschlussvorlage der Landessynode zum Thema 16. Mai 1990 vorbereitend beraten. Diese Beratungen aufnehmend hat Unterzeichnender auf der 9. Tagung der Bezirkssynode am 11.3.1995 die gutachtliche Stellungnahme zur Änderung der Kirchenverfassung hinsichtlich des Abgewiesenseins auf Israel und das Judentum in die Beratungen unter dem Titel „Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt sich, eingeführt.
Zugleich wurden Listen in der Synode herumgereicht, auf die sich Interessierte am Thema zu unterschiedlichen Aktionen eintragen konnten, u.a. zur Gründung eines regelmäßig tagenden Gesprächskreises. Nach einer längeren Vorbereitungsphase, in der auch ökumenische Partner angesprochen wurden, konnte zu Beginn des Jahres 1996 der Gesprächskreis seine Arbeit aufnehmen. In den ersten vier Jahren war Pfarrer Ewald Sonntag der katholische Moderator des Kreises, seit drei Jahren Pater Wilfried Dettling SJ. Unterzeichnender ist evangelischer Moderator von Beginn an. Ihm obliegt auch die Geschäftsführung des Kreises und Organisation der Veranstaltungen. Der Kreis hat derzeit 140 Mitglieder in der Adressenkartei. Die Veranstaltungen besuchen zwischen 20 (Gesprächsabende) und 200 (Konzerte) Personen
Es haben sich in den sieben Jahren des Bestehens folgende Schwerpunkte herausgebildet:

1. Veranstaltung einer Gesprächsreihe im Winterhalbjahr, abwechselnd mit Referenten aus dem eigenen Leitungskreis im
Evang. Gemeindezentrum Rheingönheim und mit Experten im von den Jesuiten getragenen Heinrich-Pesch-Haus. Z.Zt. läuft die Reihe „Befreiung von biblischen Alpträumen. Umgang mit schwierigen Bibeltexten in der jüdisch-christlichen Tradition“. Referenten waren bzw., sind u.a. Dr. P. Busch, Dr. A. Wagner, Prof. W. Schwendemann und H. Rohrbach, Verfasser des gleichnamigen Buches;
2. Gestaltung der „Woche der Brüderlichkeit“, jeweils im März, mit einer Fülle von Veranstaltungen (Gesprächsabende (z.B. „Juden in der BASF“ mit Dr. F. Borggrefe), Konzert- und Kleinkunstveranstaltungen (2001 Konzert mit Katja Ebstein), Exkursionen (z.B. Ins Jüdische Worms und Landau, Jüd. Friedhof Busenberg, KZs Osthofen und Sandhofen, geplant: Fahrt nach Kaiserslautern und in die Westpfalz). Darunter auch ein Ökumenischer Gottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche, bei dem abwechselnd katholische und protestantische Theologen predigen, u.a. der jetzige Landesbischof Dr. Fischer);
3. Mitveranstalter beim Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am 27.Januar, u.a. mit Konzerten im Bloch-Zentrum und Beteiligung an den offiziellen Gedenkveranstaltungen der Stadt Ludwigshafen.
4. Organisation von Einzelveranstaltungen zu lokalhistorischen oder theologischen Themen (derzeit z.B. Erstellung einer Broschüre „Juden in Rheingönheim “ mit B. Kukatzki; Gang durchs Jüdische Ludwigshafen, Juden in Ruchheim, Dialog mit Rabbiner Faierstein u.a.m.).
Kooperationspartner sind die Prot. Kirchengemeinde Rheingönheim, das Heinrich-Pesch-Haus, das Ernst-Bloch-Zentrum, die Stadt Ludwigshafen, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Rhein-Neckar e.V., dito GCJZ Pfalz e.V., Koordinierungsrat der Gesellschaften, Freundeskreis Paul-Münch-Haus Ruchheim, www.christen-und-juden.de , DIG Speyer (Dr. W. Transier), Kleinkunstverein FOCUS e.V., Kuratorium der GCJZ Rhein-Neckar e.V. Der Gesprächskreis ist bei der Stadt angesehen und wird bei entsprechender Themenstellung konsultiert und mit einbezogen, in geringem Maße finanziell unterstützt. Ansonsten finanziert sich der Kreis durch Eigenbeiträge auf freiwilliger Basis. Die öffentliche Anerkennung, der gute Besuch der Veranstaltungen, die Anfragen zu Themen wie Juden in Ludwigshafen, Gedenk- und Versöhnungsarbeit, lokalgeschichtliche Spurensuche zeigen, dass der Kreis sich auf gesellschaftlicher und kirchlicher Ebene etabliert hat und eine wichtige Aufgabe wahrnimmt, die in verschiedenen Publikationen und Berichten ihren Niederschlag findet.
Frank – Matthias Hofmann, Pfarrer und evang. Moderator des Kreises Tel. 0621-54185 oder
Pater Wilfried Dettling SJ, Hrch.-Pesch-Haus, Tel. 0621- 5999165
 

 

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