Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.
Dr. Jürgen Schumacher (Vorsitzender)
Schillerstraße 2
56075 Koblenz
 
Email:
Web: http://www.mahnmalkoblenz.de/
Tel.:
Fax:
Weitere Kontakte : http://mahnmal-koblenz.de/index.php/impressum

Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V (Selbstdarstellung)

Die Anfänge des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. gehen in das Jahr 1996 zurück. Im Herbst trafen sich auf Einladung des Pfarr­gemeinderats von St. Elisabeth im Rauental an der Gedenkarbeit interessierte Koblenzer. Im Frühjahr 1997 wurde der Verein offiziell gegründet und im Vereinsregister eingetragen.

1998 begann der Verein mit der Tradition, zum 27. Januar, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, eine Gedenkstunde mit christlich-jüdischem Gebet zu veranstalten. Fortan betrieb er die Errichtung eines Mahnmals für die Opfer des National- sozialismus. Man entschied sich für einen Entwurf des Bildhauers Jürgen Waxweiler.

Als Standort wählte man eine Grünfläche im Regierungs- und Gerichtsviertel von Koblenz („Reichensperger Platz“), ganz in der Nähe des früheren Gestapo- und Gerichtsgebäudes und des Gefängnisses, also fast am „authentischen Ort“. Am 23. August 2001 wurde das Mahnmal eingeweiht.

Parallel zu dieser Phase der Vereinsarbeit erschien ein zweiteiliger Aufsatz, in dem erstmals das Thema „Verfolgung und Widerstand in Koblenz 1933 – 1945“ systematisch aufgearbeitet wurde. Ergänzt wurde diese Arbeit durch zahlreiche Kurzbiografien von Koblenzer NS-Opfern in der Presse und durch längere Beiträge in Heimat-Jahrbüchern.

Schon früh hatte der Förderverein die Idee einer Ausstellung über NS-Opfer aus Koblenz und Umgebung. Eine solche ließ sich aber auch in Verbindung mit den in Koblenz ansässigen Archiven nicht verwirklichen. Daraufhin griff der Verein zur Eigeninitiative und begründete mit zunächst 20 Biografien von NS-Opfern aus Koblenz und Umgebung auf Tafeln eine Dauerausstellung.

Planmäßig ging der Verein dann Jahr um Jahr an den Ausbau und die Ergänzung dieser Dauerausstellung. Inzwischen umfasst die Ausstellung (Stand: Herbst 2016) 118 Personentafeln und dazu ergänzende, weiterführende Lesemappen sowie je eine Einführungs-, Übersichts- und Chronologietafel. Schon wiederholt hat der Verein diese Personentafeln unter einem bestimmten Motto in Koblenz und an anderen Orten präsentiert. Auch ergänzen einzelne Tafeln vom Verein gezeigte Wanderausstellungen als regionaler Teil.

Diese Dauerausstellung kann der Verein inzwischen nicht mehr – auch nicht in Teilen – präsentieren, weil die Stadt nicht in der Lage ist, dem Verein einen Raum dafür zur Verfügung zu stellen. Teile der Ausstellung werden vom Verein aber bei bestimmten Gelegenheiten (etwa zum internationalen Gedenktag am 27. Januar) gezeigt. Auch können Teile der Dauerausstellung von Schulen, Behörden, Vereinen u.a. ausgeliehen werden. Die Kontaktaufnahme hierzu erfolgt am zweckmäßigsten über den stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Joachim Hennig unter der E-Mail-Adresse. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Förderverein Mahnmal Koblenz ist auch an den seit dem 27. Januar 2007 stattfindenden Verlege-aktionen von Stolpersteinen für NS-Opfer in Koblenz beteiligt. Federführend dabei ist die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit Koblenz. Inzwischen (Stand: Herbst 2016) hat es 10 Aktionen mit insgesamt 110 personenbezogenen Stolpersteinen gegeben.

Im Laufe der Jahre hat sich der Förderverein Mahnmal Koblenz für seine Gedenkarbeit weitere Medien erschlossen. Seit 2005 sind sechs einstündige Dokumentarfilme entstanden: „Zeitzeugen des Nationalsozialismus in Koblenz und Umgebung – Dr. Heinz Kahn“ (2005), „Wenn Berge reden könnten – Die Tunnelanlagen von Dernau“ (2005), „Mittendrin und doch am Rande der Gesellschaft – Der Arbeiterpriester Clemens Alzer“ (2007) und „Werner Appel – Jüdisches Leben und Überleben in Koblenz 1933 – 1945“ (2009), „Hugo Salzmann (1903 -1979). Kommunist – Gewerkschafter - Künstler aus Bad Kreuznach“ (2012) und „’Mut, Leidensbereitschaft, Heiterkeit – Das war sein Vermächtnis.’ – Der Koblenzer Armeeoberpfarrer und Widerständler Prof. Dr. Friedrich Erxleben (1883 – 1955)“ (2016).

Diese Filme zur regionalen Geschichte der NS-Zeit in Koblenz und Umgebung können beim Förderverein Mahnmal Koblenz als DVD käuflich erworben werden. Sie sind auch ausleihbar im Medienladen des Kurt-Esser-Hauses in Koblenz.

Im Jahr 2012 hat der Verein eine virtuelle Ausstellung erarbeitet. Unter dem Titel: „Hugo Salzmann (1903 – 1979): Kommunist – Gewerkschafter – Künstler aus Bad Kreuznach“ wird die Biografie dieses ungewöhnlichen Widerstandskämpfers und Emigranten sowie seiner Familie umfänglich und mit vielen historischen und privaten Fotografien, Dokumenten, Videoaufnahmen mit Zeitzeugen, Originalton und auch Schnitzereien Salzmanns dargestellt. Im Sommer 2016 hat der Verein eine gekürzte Version dieser virtuellen Ausstellung in französischer Sprache erarbeitet.

Geradezu der „Schlussstein“ in der vielfältigen und vielseitigen Gedenkarbeit des Fördervereins Mahnmal Koblenz ist die sehr umfangreiche Homepage mit der Adresse: www.mahnmalkoblenz.de Auf dieser Webseite sind u.a. zu sehen die vollständige Dauer­ausstellung des Vereins mit den (Stand Herbst 2016) 118 porträtierten NS-Opfern aus Koblenz und Umgebung, die Stätten der Verfolgung in Koblenz und Umgebung, Biografien von NS-Tätern aus der Region, Aufsätze des stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins Joachim Hennig sowie Schülerarbeiten und andere Arbeiten zur regionalen NS-Geschichte, eine regionale Chronologie der Zeit von 1933 bis 1945, die sehr umfangreiche Arbeit des Fördervereins Mahnmal sowie die Berichterstattung hierüber und vor allem die virtuelle Ausstellung „Hugo Salzmann (1903 – 1979). Kommunist – Gewerkschafter – Künstler aus Bad Kreuznach“ in deutscher und französischer Sprache.

Die Homepage ist für hiesige Verhältnisse ein „Leuchtturm“. Zurzeit (Stand: Herbst 2016) hat die Homepage und ihre beiden Subdomains mit den virtuellen Ausstellungen mehr als eine Million Besucher!, in der letzten Zeit waren es täglich durchschnittlich mehr als 500.

Ohne Übertreibung kann festgestellt werden, dass der Förderverein Mahnmal Koblenz in seinem fast 20-jährigen Bestehen und mit seinen zurzeit (Stand. Herbst 2016) etwas mehr als 100 Mitgliedern einen festen und wichtigen Platz in der Gedenkarbeit in Koblenz und Umgebung hat. Überdies ist der Verein eingebunden in das rheinland-pfälzische Netz der Gedenkarbeit.

Der Verein ist Mitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungs-initiativen zur NS-Zeit im heutigen Rheinland-Pfalz (LAG). Der stellvertretende Vorsitzende des Vereins Joachim Hennig ist auch deren stellvertretender Vorsitzender dieser Landesarbeits-gemeinschaft und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats zur Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz. Doch damit nicht genug. Durch seine Homepage ist der Förderverein Mahnmal Koblenz weltweit präsent. In mehr als 50 Ländern der Erde greifen regelmäßig Besucher auf die Homepage zur Gedenkarbeit in Koblenz zurück.


Die amtierenden Mitglieder des Vorstandes sind:

  • Dr. Jürgen Schumacher, Vorsitzender
  • Joachim Hennig, stellvertretender Vorsitzender
  • Heribert Heinrich, stellvertretender Vorsitzender
  • Alexander Wolff, Schatzmeister
  • Eberhard Pförtner, Schriftführer
  • Renate Schneider, Beisitzerin

 


 

 

 

 

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