Zum Jahresthema "Jüdische Sprachen" des Europäischen Tages der jüdischen Kultur laden

Museum Alzey und Arbeitsgruppe Juden im Alzeyer Land im Altertumsverein Alzey und Umgebung e.V.

gemeinsam für Donnerstag, den 1. September 2016, 20:00 Uhr, in das Museum Alzey ein.

Weiterführende Hinweise :"Arbeitsgruppe Juden im Alzeyer Land". Webseite HIER klicken

Museumsabend am Donnerstag, den 1. September, 20 Uhr, Museum Alzey

Jüdische Sprachen im Alzeyer Land

Die Sprachen der Juden im Alzeyer Land sind Thema eines facettenreichen Museumsabends, den das Museum Alzey zusammen mit dem „Arbeitskreis Juden im Alzeyer Land des Altertumsvereins für Alzey und Umgebung e.V.“ im Rahmen des Europäischen Tages der jüdischen Kultur am Donnerstag, dem 1. 9. 2016, um 20 Uhr veranstaltet.

Hebräisch - Jiddisch - Deutsch sprachen die Juden, die seit dem 17. Jahrhundert wieder in Alzey und Umgebung siedelten: mit Jiddisch als Alltags- und Handelssprache, hebräisch als "heilige Sprache" der Gottesdienste. Im 19. Jahrhundert vollzogen sich wesentliche - auch sprachliche - Veränderungen. Nach einer kurzen Einführung zu jüdischen Sprachen allgemein und dem Jiddischen stellt der Sprachwissenschaftler Dr. Rudolf Post das kürzlich aufgetauchte Creditbuch des Salomon Schönfeld aus Erbes-Büdesheim vor, begonnen 1771. Außerdem erläutert er die hebräischen Komponenten des Jiddischen in der rheinhessischen Mundart an Beispielen. Die Geschichte des Creditbuches, seit sieben Generationen in Familienbesitz, erzählt Frau Ulrike Michel.

Im 19. Jahrhundert verstanden immer weniger Juden das Hebräische, sie konnten den Gottesdiensten, vor allem einer hebräischen Predigt, nicht folgen. Renate Rosenau berichtet über die aktive Rolle, die der junge Alzeyer Rabbiner Dr. Samuel Adler Mitte der 1840er Jahre in Rabbinerkonferenzen spielte. Rudolph Brach, damals ein Kind, schildert in seinen Jugenderinnerungen 1830 - 1847 anschaulich die Veränderungen in der Alzeyer Israelitischen Religionsgemeinde. 30 Jahre später nahm das 1880 gegründete "Päda", das Großherzogliche Lehrer-Seminar, auch die Ausbildung jüdischer Lehrer auf. .

Zu dem Museumsabend sind alle Interessierten herzlich in die Antoniterstraße 41 eingeladen. Ein Merkblatt können Sie HIER herunterladen

 


 

 

 

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