An die jüdische Geschichte erinnern

Der Förderverein führt drei Führungen durch

Der Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal erinnert im Rahmen des Europäischen Tages der Jüdischen Kultur mit drei Führungen an die Geschichte der Juden in Frankenthal.

 

Führung zum Thema Stolpersteine in Frankenthal

Referent: Rüdiger Stein

Sonntag, 4. September 2016 11 Uhr Treffpunkt vor der Zwölf-Apostel-Kirche Carl-Theodor-Straße. -kostenfrei

 

Führung über die beiden jüdischen Friedhöfe

Referent: Werner Schäfer

Sonntag, 4. September 2016 15 Uhr Treffpunkt ist vor der Trauerhalle des Städtischen Friedhofs, Eingang Wormser Straße, Bei Dauerregen gibt es einen Bild-Vortrag in der Trauerhalle. Das älteste Grab stammt aus dem Jahr 1826. -kostenfrei

 

Führung Juden in Frankenthal

Referent: Herbert Baum

Sonntag, 4. September 2016 17 Uhr Treffpunkt Gedenkplatz (Spielplatz) Glockengasse. -kostenfrei

 


In Frankenthal erinnern 78 Stolpersteine an jüdische Frauen und Männer.

 

Eine Führung zum Thema Stolpersteine in Frankenthal bietet Rüdiger Stein am Sonntag, 4. September, 11 Uhr, an. Treffpunkt ist vor der Zwölf-Apostel-Kirche, Carl-Theodor-Straße.

In Frankenthal erinnern 78 Stolpersteine vor deren ehemaligen Häusern und Wohnungen an das Schicksal jüdischer Menschen. Alle Steine wurden von Bürgerinnen und Bürgern gespendet.

 

Über die beiden Jüdischen Friedhöfe in Frankenthal informiert nachmittags Werner Schäfer ab 15 Uhr. Treffpunkt ist vor der Trauerhalle des Städtischen Friedhofs, Eingang Wormser Straße. Bei Dauerregen gibt es einen Bild-Vortrag in der Trauerhalle. Das älteste Grab stammt aus dem Jahr 1826.


Bei einer Führung durch die Innenstadt informiert Herbert Baum um 17 Uhr vor den wichtigsten Stationen mit Fotos über die Geschichte der Juden in Frankenthal. Treffpunkt Gedenkplatz (Spielplatz) Glockengasse.

Die Führungen sind kostenlos. Bei Dauerregen fallen sie aus.

 

Die Jüdische Gemeinde Frankenthal wurde um 1785 gegründet. Am 28. August 1885 fand die Einweihung einer zweiten, neuen Synagoge in der Glockengasse 12 unter „reger Anteilnahme der Frankenthaler Bevölkerung“ statt, wie die damalige Frankenthaler Zeitungen schrieb. Im Jahr 1900, als die aufstrebende Industriestadt 16.899 Einwohner hatte, lebten hier 371 Juden, das waren rund zwei Prozent. 1933 begann die systematische Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung auch in Frankenthal. Viele konnten rechtzeitig flüchten. Die meisten, die in Deutschland blieben, wurden später in den Vernichtungslagern ermordet. Mit der Deportation der 39 noch in Frankenthal lebenden Kinder, Frauen und Männer am 22. Oktober 1940 nach Gurs in Südwestfrankreich endete die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Frankenthals. Heute leben wieder Menschen jüdischen Glaubens aus der ehemaligen Sowjetunion in Frankenthal. Sie beteiligen sich am Leben der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinpfalz und besuchen die Synagoge in Ludwigshafen.

 

Der Tag der jüdischen Kultur besteht seit 1999. Jüdische und nicht-jüdische Organisationen in fast 30 europäischen Ländern erinnern an das europäische Judentum, seine Geschichte, Traditionen und Bräuche. Auf lokaler und regionaler Ebene finden Führungen zu Stätten jüdischer Kultur, Konzerte, Ausstellungen und Vorträge statt.

 

Informationen: www.juden-in-frankenthal.de

 

 

 


Der älteste Grabstein auf dem Jüdischen Friedhof stammt aus dem Jahr 1826.

 

 


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