Vortrag und Film  : "NS-Psychiatrie in Frankenthal"

 

Die Kreis- Heil- und Pflegeanstalt mit ihren Gebäuden und der großen Gartenanlage (links unten), der Zöllerring mit der Baumallee und der Kanalhafen (rechts unten)

 
In dem Vortrag „Die Kreis- Heil- und Pflegeanstalt Frankenthal“ am 20. Oktober 2016, 19 Uhr, im Erkenbert-Museum Frankenthal, informieren Bernd Leidig (Altertumsverein) über die Baugeschichte, Herbert Baum (Förderverein) über die jüdischen Patienten und Rüdiger Stein (Förderverein) über die Nutzung der Heil- und Pflegeanstalt als Lazarett für Kriegsgefangene. Der Vortrag ist kostenfrei.

 
Seit 1811 wurde das Armenhaus in Frankenthal als „erste öffentliche Anstalt zur Verwahrung“ der psychisch kranken Menschen in der Pfalz genutzt. 1932 war die „Kreis-Kranken- und Pflegeanstalt“ mit 642 Patienten, darunter zirka 130 Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 21 Jahren, voll belegt. Am 22. Oktober 1940, wurden aus der Anstalt sechs jüdische Frauen und vier jüdische Männer im Rahmen der „Bürckel-Wagner-Aktion“ zusammen mit allen anderen über 6500 jüdischen Frauen, Männern und Kinder aus der Pfalz, Baden und dem Saarland in das Internierungslager Gurs in Südwest-Frankreich deportiert. Clementine Adler starb dort bereits am 25. Oktober 1940, Veronika Fraenkel aus Roxheim am 14. Januar 1943. Bei dem Bombenangriff vom 23. auf 24. September 1943 wurde der größte Teil der Anstaltsgebäude zerstört.

 

Am 8. Februar 2017, 19 Uhr, im VHS-Bildungszentrum, Schlossergasse 6-8, wird der Vortrag „Kreis- Heil- und Pflegeanstalt“ wiederholt.


Informationen im Internet:   http://www.juden-in-frankenthal.de


Einen Info-Flyer finden Sie HIER


 

 

 

 

 

 

 

 

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