Arbeitsgemeinschaft Frieden e.V. Pfützenstraße 1 54290 Trier www.agf-trier.de

Ausstellung mit Begleitveranstaltungen zum Euthanasieprogramm der Nazis:

 

Tiergartenstraße 4"; Ausstellung zu »Euthanasie«-Morden

 

Die Ausstellung wird im Rahmen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zum 27. Januar (Gedenktag) erstmals in Trier vom 8.1. bis 9.2.2018 im Foyer der Volkshochschule, Am Domfreihof gezeigt. Das Rahmenprogramm wird von der Arbeitsgemeinschaft Frieden (AGF) und der Volkshochschule (VHS) mit Unterstützung der evangelischen und katholischen Hochschulgemeinden Triers organisiert.

Am Montag 8. Januar wird die Ausstellungseröffnung um 19h in der VHS eröffnet, u.a. spricht Matthias Klein vom Projekt "NS-»Rassenhygiene« im Raum Trier" der Neueren Geschichte der Universität Trier.

Am Freitag 19.1. wird Prof. Werner Brill vom Lehrstuhl für Heilpädagogik und inklusive Pädagogik der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin, zu „Kollektiver Wahn – Eugenik und Rassenhygiene in der Weimarer Republik“ die ideologische Grundlagen für den massenhaften Krankenmord im NS referieren.

Am Dienstag 23.1.geht es mit Günter Haffke, dem Vorsitzenden des Historischen Vereins Andernach um „Euthanasie in der Anstalt Andernach und die Erinnerung daran“. Beide Vorträge sind um 19 Uhr in derVHS Trier Domfreihof Raum 5.

Am Samstag 27.1. beginnt um 15:00 Uhr am Friedens- und Umweltzentrum, Pfützenstraße 1 der Rundgang gegen das Vergessen: “NS-Täter/in von nebenan – eine Spurensuche in Trier”. Die kostenlose Stadtführung führt zu Täter/innen des Nationalsozialismus aus Trier.

Am Mittwoch 31.1.wird im Rahmen des Agendakino der Spielfilm von 2016 "Nebel im August" um 19:30 Uhr im Broadway Filmtheater Paulinstraße in Trier gezeigt. Das preisgekrönte Filmdrama erzählt eindringlich wie zurückhaltend die grausame Geschichte des Jungen Ernst Lossa und behandelt damit an einer einzelnen Person die tausendfachen NS-Krankenmorde.

Ausstellung und Rahmenprogramm zum 27.1 werden seit 11 Jahren gemeinsam vom „Arbeitskreis Trier im Nationalsozialismus“ der AGF und der Volkshochschule Trier sowie den Hochschulgemeinden ESG und KHG Trier organisiert. Ein Programmflyer ist bei der VHS und im Weltladen der AGFerhältlich.

 

Zur Ausstellung

Die Wanderausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird betreut durch die Stiftung Topographie des Terrors und wurde erstmal 2014 in Berlin gezeigt. Seitdem gibt es in dort in der Tiergartenstraße 4 einen Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie”-Morde. Hier wurde die Ermordung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen geplant und organisiert.

Die Ausstellung zeigt in zehn Kapiteln die Vorgeschichte, die Voraussetzungen und Durchführung der Patientenmorde. Sie beschreibt die besondere Bedeutung der Organisationszentrale in der Tiergartenstraße 4 und erläutert weitere Mordaktionen gegen psychisch kranke und geistig behinderte Männer, Frauen und Kinder in Deutschland und Europa ab 1939. Sie zeigt die Verbindungslinien der „Euthanasie”-Aktion zur Ermordung der europäischen Juden auf und beleuchtet das Verdrängen und Verschweigen der Morde nach 1945.

Zehn lebensgeschichtliche Skizzen von Opfern der Patientenmorde verbinden die Themenkapitel und verdeutlichen die individuelle Dimension dieser Verbrechen. Ergänzend wird die Entwicklung des Gedenkens an die „Euthanasie”-Morde in Europa dargestellt."

Ausstellung

 

Rahmenprogramm 8. - 31.1.2018

Mo 8.1.2018, 19:00 Uhr, Ausstellungseröffnung ‚Tiergartenstraße 4‘

Begrüßung Tamara Breitbach, Arbeitskreis „Trier im Nationalsozialismus“ der AGF und Rudolf Fries, Leiter des Bildungs- und Medienzentrums VHS Trier, Grußwort von Markus Leineweber, Hausoberer der Barmherzigen Brüder von Mariahilf; ca. 19.30 Uhr: Fachvortrag „NS-Rassenhygiene“ im Raum Trier, Referent Matthias Klein vom gleichnamigen Projekt der Neueren Geschichte Universität Trier, abschließend Impuls „Unser Gedenken und Mahnen heute“ von Thomas Zuche, AK „Trier im Nationalsozialismus“ der AGF, anschließend gemütlicher Ausklang mit Ausstellungsrundgang.

 

Fr 19.1.2018, 19:00 Uhr, Vortrag „Kollektiver Wahn – Eugenik und Rassenhygiene in der Weimarer Republik“ Ideologische Grundlagen für den massenhaften Krankenmord im NS. Referent: Prof. Dr. phil. habil. Werner Brill Lehrstuhl für Heilpädagogik und inklusive Pädagogik an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen in Berlin, VHS Trier Domfreihof Raum 5

 

Di 23.1.2018, 19:00 Uhr, Vortrag „Euthanasie in der Anstalt Andernach und die Erinnerung daran“ Referent: Günter Haffke, Vorsitzender des Historischen Vereins Andernach, Mitinitiator des Andernacher Spiegel-Containers, Mahnmal für die Euthanasie-Opfer in Andernach. VHS Trier Domfreihof Raum 5.

 

Sa 27.1.2018, 15:00 Uhr, Rundgang gegen das Vergessen: “NS-Täter/in von nebenan – eine Spurensuche in Trier”. Kostenlose Stadtführung zu Täter/innen des Nationalsozialismus aus Trier. Dauer ca 90 Min. Treffpunkt: Friedens- und Umweltzentrum, Pfützenstraße 1.

 

Mi 31.1.2018, 19:30 Uhr, Agendakino "Nebel im August" im Broadway Filmtheater Paulinstraße, Trier, Nachgespräch mit Matthias Klein vom Projekt "NS-»Rassenhygiene« im Raum Trier"

 

 Nebel-im-August

 

 

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